Summary
Mischgüte beschreibt, wie gleichmäßig die Komponenten einer Rezeptur in der Charge verteilt sind. Bewertet wird sie über Stichproben und den Variationskoeffizienten. Kritisch wird die Anforderung bei Mikrodosierungen: Vitamine, Enzyme, Spurenelemente oder Rieselhilfen liegen im Promille- bis Prozentbereich und müssen dennoch in jeder Einzeldosis nachweisbar sein
Interessante Beiträge, FAQs, Themen rund um Homogenität, Mischgüte & Mikrodosierung
Mischgüte beschreibt, wie gleichmäßig die Komponenten einer Rezeptur in der Charge verteilt sind. Bewertet wird sie nicht am Sichteindruck, sondern über Stichproben: Die Mischgüteanalyse macht daraus eine belegbare Zahl, die Mischgütekriterien geben den Rahmen vor, ab wann eine Mischung als homogen gilt. Kritisch wird die Anforderung bei Mikrodosierungen, weil Vitamine, Enzyme oder Rieselhilfen im Promille- bis Prozentbereich zugegeben werden und dennoch in jeder Einzeldosis wiederzufinden sein müssen.
Ausschlaggebend sind Zugabeort und Zugabefolge, die Dosiergenauigkeit der vorgeschalteten Waage oder Dosierschnecke, die Rieselfähigkeit der Komponenten und ein Mischwerkzeug, das das gesamte Volumen erfasst statt nur eine Umwälzzone. Bei großen Dichte- und Korngrößenunterschieden entscheidet zusätzlich, ob eine Vormischung nötig ist. Erreicht ist das Ziel erst, wenn die Charge auch die nachgelagerten Förder- und Abfüllschritte ohne Entmischung übersteht – Homogenisieren ist kein Zustand, sondern muss bis zur Verpackung stabil bleiben.
Nachfolgend finden Sie die häufigsten Fragen zu Mischgüte und Mikrodosierung, die dafür geeigneten Maschinenkonzepte – vom Pulvermischer bis zum Konusmischer – sowie die zentralen Fachbegriffe im Detail.