amixon® Mischer für Instant Food

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Die Fähigkeit Nahrungsmittel vor dem Verderben zu schützen ist eine hohe kulturelle Leistung. Schon vor über 10 000 Jahren war es überlebenswichtig Nahrungsvorräte anzulegen, indem man Fleisch oder Ernteüberschüsse vor dem Verderben schützt. Dem, was wir heutzutage Verpackung nennen, kam auch damals hohe Bedeutung zu.

Aufbewahrungsorte waren Erdgruben, Blätter und Tierhäute. Mit Tonkrügen und geflochtenen Körben konnten sich unsere Vorfahren weitergehende Ansprüche erfüllen: Sie konnten mit Lebensmitteln Handel betreiben, sie konnten auf Reisen, bei kriegerischen Auseinandersetzungen oder in Krisenzeiten ihre Nahrungsvorräte mit sich führen. So entwickelten sie viele Techniken des Konservierens und des Nahrungstransportes.

Schon immer galt die Maxime, dass die Nahrung nicht nur gut schmecken soll, sondern auch bequem verfügbar sein soll. Heutzutage werden Instantnährmittel als Warm- oder Kaltmahlzeiten angeboten. Instant Food ist umso hochwertiger, je nahrhafter es ist und je naturbelassener es schmeckt. Die Zubereitung muss einfach sein, am besten mit „Geling-Garantie“. Darüber hinaus ist ein Instantgericht umso interessanter, je länger es ohne Qualitätsverlust lagerbar ist – am besten unabhängig von den Umgebungstemperaturen im Winter wie im Sommer und in den verschiedensten Klimazonen.  Instant Food ist eine Langzeitnahrung! Der Dreh- und Angelpunkt ist die Langzeitstabilität / Mindesthaltbarkeit (MHD) der Instantnahrung.


Das setzt wirksame Methoden der Konservierung voraus. Trockene Nährmittelmischungen können überragende Instant-Eigenschaften aufweisen und sie können außergewöhnlich gut schmecken. Im Hinblick auf lange Haltbarkeit kommt insbesondere dem  Trockenmischprozess eine besonders hohe Bedeutung zu. Er muss schonend stattfinden, möglichst unter Ausschluss von Sauerstoff erfolgen und er sollte, wenn möglich, unmittelbar vor der Abfüllung und Versiegelung erfolgen.

Nimmt man in Kauf, dass sich der Geschmack haltbarer Nährmittel verändert, dann kann man Fleisch und Fisch salzpökeln oder räuchern oder Weißkohl zu Sauerkraut fermentieren, Früchte in Alkohol oder Weinessig einlegen oder Fruchtzubereitungen zu Marmelade einkochen. Chemische Konservierungsmittel wie Sorbinsäure, Natriumsorbat, Kaliumsorbat, Calciumsorbat, Benzoesäure, Natriumbenzoat, Kaliumbenzoat, Calciumbenzoat beeinflussen den Geschmack wenig, sind aber deklarierungspflichtig. Ihre Wirkung ist unterschiedlich spezifisch. Manche Konservierungsmittel töten Pilzsporen, andere deaktivieren Mikroben oder deaktivieren Enzyme. Ihre Verwendung setzt eine besonders homogene Gleichverteilung voraus. Aus ernährungsphysiologischen Gründen soll ihre Verwendung auf ein Minimum reduziert sein. Einige Instant Food Hersteller werben damit, nur naturidentische Konservierungsmittel zu verwenden.

amixon® Mischer können Kleinstmengen von Konservierungsstoffen (pulvrig oder flüssig) mikrofein in Großchargen verteilen und mischen.


© by amixon GmbH - Flüssigstoffbeigaben können mikrofein im Pulver verteilt werden. Links zu sehen die Intensivaufbereitung: die Flüssigkeit wird in den Turbolenzbereich des Wirblers injiziert. Rechts zu sehen die schonende Flüssigstoffvermischung: die Flüssigkeit wird mikrofein versprüht und im Mündungsbereich der Düse werden die Pulver fluidisiert.

Physikalische Konservierungsverfahren erstrecken sich in erster Linie auf den Entzug oder die Deaktivierung des Wassers. Hier ist das Vakuum-Gefriertrocknen die hochwertigste Form der Konservierung im Hinblick auf Geschmacks- und Strukturerhaltung - leider aber auch die teuerste. Im Gegensatz zum einfachen Warmluft-Trocknen (Dörrobst), wo die Kapillare der Früchte verschrumpfen und verkleben, bleiben beim Vakuum-Gefriertrocknen sowohl Geschmack, Farbe als auch Form der Früchte erhalten, auch nach anschließender Wässerung. Die Gefriertrocknung lässt sich auch exzellent für Fleischzubereitungen anwenden. Nach der Zugabe heißen Wassers sind die würzigen Geschmacksbildner aus den Maillard-Reaktionen schnell wieder präsent.

Die kostengünstigste Form des Wasserentzuges geschieht im Walzen-Kontakttrockner (Kartoffelflocken, Stärke, Getreide, Käsemassen, Cerealien…). Aber auch die aufwendigere Sprühtrocknung ist weit verbreitet (Babynahrung, diätetische Nahrungsmittel,  Pflanzenextrakte). Beide Trocknungsverfahren setzen voraus, dass die Nahrung zuvor verflüssigt wird in eine pump- oder sogar sprühbare Konsistenz. Sprühgetrocknete Nährmittel lassen sich in der Regel gut agglomerieren und weisen dann hervorragende Instanteigenschaften auf. Die erzeugten Partikel sind mit Wasser gut benetzbar, dispergierbar oder löslich. Für stückige Lebensmittel wie Obst, Fisch und Fleisch eignet sich die Heißdampfsterilisation bei 180°C im Autoklaven bei mindestens 12 bar Druck. Die so bewirkte Deaktivierung von Enzymen und Mikroorganismen belässt das Wasser in der Nahrung. Das gilt gleichermaßen für die traditionelle Methode des Einweckens für Nahrung in Gläser, was in Privathaushalten seit Generationen bis heute exerziert wird. Ein definierter Zeitraum des Einkochens verdrängt den Luftsauerstoff und deaktiviert Mikroorganismen. Das im Kopfraum des Gebindes anliegende Vakuum zeigt an, ob die Ware unversehrt geblieben ist. Um Glasbruch oder UV Licht zu vermeiden, verwendet die Industrie gern kostengünstige Konservenbüchsen, insbesondere für Güter aus Übersee. Auch eine Vakuumverpackung oder Schutzgasverpackung bewirkt, dass trockene Lebensmitteln länger haltbar sind (Samen und Schalenfrüchte). In Ermangelung des Luftsauerstoffs wird der Stoffwechsel der Mikroorganismen weitgehend geblockt. 

Weit verbreitet ist das Tiefkühlen bei Temperaturen kleiner Minus 18°C, was Geschmack und Aroma ebenfalls wenig schädigt. Auch hier verbleibt das gesamte Wasser in der Nahrung. Farbe, Form und Textur bleiben umso besser erhalten, je schneller der Gefriervorgang erfolgt. Besonders schmackhafte Menü-Zusammenstellungen sind möglich, wenn die Beilagen, Gemüsen und das Fleisch getrennt voneinander teilgegart werden und nach dem Anrichten in Siegelschalen, schockgefroren und verschlossen werden. Aber diese Methode des Konservierens ist vergleichsweise teuer und mit Blick auf den Umweltschutz wahrscheinlich weniger nachhaltig. Die Tiefkühlkette bis hin zum Verzehr darf nicht unterbrochen werden.

amixon® Mischer arbeiten extrem schonend und benötigen minimal kurze Mischzeit. Das gilt für die Güter bei Raumtemperatur oder auch für tiefkalte Güter in Kühlräumen. (Pizza-Auflagen, Gemüsemischungen, Bakterienkulturen, Käse-Raspel, Schinkenstreifen, Paprikastreifen, Cerealien, Gepäckstückchen, Schokoladeflocken, Eiscreme).

Ein weiteres physikalisches Konservierungsverfahren sei an dieser Stelle der Vollständigkeit halber kurz erwähnt, nämlich das Bestrahlen der Lebensmittel mit ionisierender Strahlung. Das Bestrahlen ist in Deutschland, anders als im Ausland, wenig populär und nur für getrocknete aromatische Kräuter und Gewürze erlaubt und muss kenntlich gemacht werden. Nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation WHO wie auch der EFSA sei die Bestrahlung von Lebensmitteln mit Gamma-, UV- und Röntgenstrahlen zum Zwecke der Entkeimung gesundheitlich unbedenklich.

© by amixon GmbH - Neben anderen Möglichkeiten des Entwesens und Entkeimens kann auch die Dampfsterilisation im Mischer durchgeführt werden. Der Mischer-Reaktor ist temperierbar sowie druck- und vakuumdicht. Die Gewürze, Gemüse, Früchte befinden sich im erwärmten Mischer-Reaktor. Steril-Dampf wird eingetragen, dabei erhöht sich der Systemdruck. Anschließend wird Vakuum angelegt um die zuvor eingetragene Feuchtigkeit auszutragen. Dabei kommt es zur Abkühlung der Mischgüter. Auf diese Weise können beispielsweise auch Nährböden für empfindliche Edel-Organismen sterilisiert werden. Vielfach angewandt wird diese Methode für die professionelle Edelpilz-Zucht (Champignon).

Jüngste Historie

Zu Beginn der ersten industriellen Revolution stellte der deutsche Chemiker Justus von Liebig 1852 einen getrockneten Fleischextrakt vor, der ihm zur Versorgung breiter Bevölkerungsschichten besonders angeraten schien. Seine Anstrengungen, Fleischextrakte  großtechnisch zu produzieren, schlugen aber aus Kostengründen fehl. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam der Maggi-Würfel als pflanzenbasiertes Instantnährmittel auf den Markt. Aufgrund der kostengünstigeren Rohstoffe setzte sich der Maggi-Würfel gegen den getrockneten Fleischextrakt durch. Bis heute ist der Brühwürfel weltweit ein Blockbuster und Inbegriff des verzehrfertigen Instant Foods.

Kriegs- und Krisenzeiten wirken oft wie Katalysatoren für bahnbrechende Innovationen. Als die Regierung der Vereinigten Staaten 1941 entschied in den Weltkrieg einzutreten, bewerteten sie Europa als ein potenzielles Hungergebiet. Um die entsandten Soldaten  trotzdem bestmöglich zu versorgen, wurden hochkalorische, dauerhaltbare Instantnährmittel entwickelt. Die Rationen bestanden aus drei unterschiedlich zusammengesetzten Standardmahlzeiten mit minimierten Wasseranteil. Dazu zählten Bouillonwürfel, Trockenfrüchte, Schokolade, Dosenfleisch, Kaffee und Schmelzkäse. Nach der Zugabe heißen Wassers verfügten die Soldaten über nahrhafte Mahlzeiten, mit der ihr Kalorien- und Mineralienhaushalt über längere Zeiträume hinweg gedeckt werden konnte.

Im Jahr 1948 blockierte die Sowjetische Militäradministration in Deutschland den Personen- und Güterverkehr von und nach West-Berlin. Der drohende Mangel an Lebensmitteln in Westberlin wurde lebensbedrohlich, wäre von den Alliierten nicht eine Luftbrücke eingerichtet worden. Die beschränkten Luftfrachtkapazitäten mussten für das absolut Notwendigste reserviert werden. Nur Nährmittel ohne Wassergehalt sollten transportiert werden. So wurden im Süden Großbritanniens mit Hilfe der USA großtechnische Produktionsstätten für trockene Nährmittel errichtet.

Auch in Japan gab es nach Kriegsende Bestrebungen Instantnahrung herzustellen. Momofuku Andō entwickelte eine Instant-Nudelspeise, indem er Nudeln kochte und als porösen Block trocknete. Mit Würzöl und Aromen im Becher verpackt, musste nur noch heißes Wasser hinzugegossen werden. Damit kreierte er die Keimzelle des heutigen Konzerns Nissin Foods, einem japanischen Hersteller unzähliger Instant Fertiggerichte. Im Jahr 2020 wurde eines ihrer Instantnährmittel mit dem Namen Space-Ramen für die bemannte Raumfahrt ausgewählt.

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Die Erbswurst war eines der ältesten industriell hergestellten Fertiggerichte. Es handelt sich dabei um keine Wurst im eigentlichen Sinne, sondern um Portionstabletten, die in eine wurstförmige, mit Aluminium beschichtete Papierrolle verpackt werden. Daraus kann in kurzer Zeit eine sämige Erbsensuppe hergestellt werden, indem man die Portionsstücke zerdrückt, in kaltem Wasser auflöst und einige Minuten kocht. Entwickelt wurde die Erbswurst 1867 von dem Koch und Konservenfabrikanten Johann Heinrich Grüneberg aus Berlin. Er verkaufte seine Erfindung bald für 35.000 Vereinstaler an die preußische Armee, die sie ab 1870 im Deutsch-Französischen Krieg – zuerst als „eiserne Ration“ – an ihre Soldaten verteilte. Vorangegangen waren Versuche des preußischen Kriegsministeriums, in denen Soldaten bei normalem Dienst über sechs Wochen ausschließlich mit Erbswurst und Kommissbrot verpflegt wurden. [1]

© by amixon GmbH - amixon® Konusmischer haben entweder einen fest installierten Mischraum (Bauart AM) oder sie sind als Containermischer (Bauart COM) gefertigt. Beide Mischer garantieren ideale Mischgüten für alle Arten trockener, feuchter oder suspendierter Feststoffe (Pulver). Containermischer werden gerne eingesetzt, wenn besonders viel Flexibilität gefordert wird. Die Vorgänge: Komponenten-Dosierung, Mischen und Abfüllung finden entkoppelt voneinander statt. Der stationäre Konusmischer Bauart AM ist ein vollständig geschlossenes System (gas- und wasserdicht, druck- und vakuumdicht). Der Wirbler ist in niedriger Position. Er ist auch bei niedrigen Füllgraden voll wirksam.

Mischbewegung im amixon Containermischer

Functional Food

Damals war die Grundversorgung mit Nahrungsenergie prioritär; der Geschmack war zwar wichtig, aber sekundär. Die in der Not entwickelte Behelfsnahrung von damals würde heute niemand mehr kaufen, denn die Nahrungsmittelindustrie hat den Geschmack von Instantnahrung enorm verbessert. Heute verfügen wir über eine überwältigende Fülle von Trockenstoff basierten Instantgerichten. Instantspezialitäten aus verschiedensten Kontinenten können sogar kulinarisch verwöhnte Konsumenten überzeugen.

1985 entstand in Japan der Begriff Functional Food. Damit ist gemeint, dass die Nahrung das Wohlbefinden steigert, besonders förderlich für die Gesundheit ist und sogar hilft, Krankheiten zu vermeiden. Derlei werbliche Heilsversprechen sind in der EU zwar nicht erlaubt, dennoch wird der Begriff Functional Food in B2C Konstellationen verwandt. Ergänzend zugegebene Additive sind beispielsweise Vitamine als Antioxidantien, Ballaststoffe, Mineralstoffe, Probiotika, Präbiotika, ungesättigte Fettsäuren, Kräuterauszüge von Ginseng, Aloe Vera, Ginko, Isomaltose, …

Viele Anbieter haben „Functional Food“ zu ihrem Geschäftsmodell gemacht und berücksichtigen mit ihren Instantmahlzeiten diätetische Aspekte wie: natürliche Stoffwechsel Anregung, Schönheit von innen, Gewichtsreduktion, basische Nahrung gegen Übersäuerung, zelluläres Entschlacken und Entgiften, vitalisierende Zellregeneration, Vollwertnahrung ohne Zucker, innere Balance und erholsamer Schlaf, gesteigerte körperliche Leistung, Stressresistenz oder Fettverbrennung.

„Wir sind was wir essen“. Das sagte der Philosoph und Anthropologe Ludwig Feuerbach schon in den 1830er Jahren.

Vorteile für private Konsumenten

In nahezu jedem Haushalt gibt es heute Tütensuppen, Soßenpulver, Soßendressings, Salatdressings, Kaltschalen- und Puddingpulver, Backmischungen, Kartoffelflocken für Pürees, Instantnudeln oder -reis. Sie sind lange haltbar, Platz sparend ohne Kühlung aufzubewahren, köstlich im Geschmack und schnell zubereitet.

Die Lebensentwürfe vieler Menschen in den heutigen, urban geprägten Hochkulturen unterscheiden sich signifikant von denen unserer Altvorderen. Das Leben in kinderreichen Familien bedingte damals feste Essenszeiten. Die Nahrungszubereitung stand im Lichte von Verknappung, sie war arbeitsreich, anstrengend und oftmals wenig abwechslungsreich. Sie war geprägt von dem, was regional und saisonal verfügbar war. Mit Beginn der ersten industriellen Revolution vor ungefähr 150 Jahren begann ein neues Ernährungszeitalter geprägt von Arbeitsteilung und Globalisierung. Immer mehr Menschen entkoppelten sich von Landwirtschaft und Ackerbau, um in Fabriken zu arbeiteten. Neu entstehende Nährmittelfabriken spezialisierten sich auf die Weiterverarbeitung aller möglichen Feldfrüchte.

Interessant ist, dass wir heute in Teilbereichen eine Gegenbewegung sehen. Einige Start-Ups substituieren hochgradig verarbeitete Nahrungsmittel durch weitgehend naturbelassene. Sie kreieren auf technologisch hohem Niveau Instant Food, indem sie in Vergessenheit geratene Hausrezepte der Vorfahren zur Anwendung bringen. 

Die Anzahl der Single Haushalte insbesondere in den Städten nimmt zu, und zwar in allen Altersbereichen. Schnell und unkompliziert eine kleine Warmmahlzeit zuzubereiten, egal zu welcher Uhrzeit, ob Daheim, im Büro oder unterwegs, mit Freunden oder allein wird als normal empfunden. Dieser Komfort leitet sich unmittelbar aus den Vorzügen von Instant Nahrungsmitteln ab.

Im Allgemeinen gilt, wenn die Wasseraktivität eines Trockenfertiggerichts unter 4 % beträgt, ist eine hinreichende mikrobiologische Stabilität gewährleistet. Das Instant Nährmittel bleibt unter Berücksichtigung einer sauberen Produktion und einer adäquaten Verpackung auch ohne Kühlung lange Zeit natürlich haltbar; frei von Schimmelgiftpilzen wie Mykotoxinen und Aflatoxinen. Eine vergleichbar gute Lagerstabilität können verflüssigte Nährmittel-Hochkonzentrate nur schwer aufweisen. Instant Food ist zudem ein  bequemes Produkt. Jede Zutat ist bereits in der richtigen Menge im Portionsbeutel enthalten. Dies sorgt auch dafür, dass keine Reste anfallen. Bei der Zubereitung bedarf es keiner Kochkenntnisse. Denn Instantnährmittel bieten eine „Geling-Garantie“. Es bedarf lediglich dem Zuführen der richtigen Flüssigkeitsmenge und die Einhaltung der Zeitvorgaben, um eine schmackhafte Mahlzeit herzustellen. Das Portionieren von Wasser und Pulver erfolgt in sogenannten Vending-Automaten hochgenau und hygienisch. Dort stehen
zumeist Automatensuppen mit verschiedensten Geschmacksrichtungen zur Verfügung.

Vorteile und Entwicklung der Systemgastronomie

Vieles von dem, was wir Konsumenten schätzen und genießen hat auch die Systemgastronomie durchdrungen. Großküchen bedienen sich aller Vorzüge, die Instant Food attraktiv macht, aber sie tun das geschickt, denn die Instantspezialitäten werden von der Industrie für professionelle Köche (m/w) reserviert. Darüber hinaus werden sie mit frischen oder tiefgefrorenen Früchten geschickt kombiniert. Selbst professionelle Verkoster bestätigen erlesene Qualitätsstandards. Auch hier dominieren die Anwendervorteile von Instantgütern:
Gastro-Hochkonzentrate verkürzen Zubereitungszeiten und sie verringern den Personalaufwand in der Küche. Weil pulvrige Instant Food Komponenten wenig Lagerraum beanspruchen und einfach handhabbar sind, gestatten sie dem Koch große Sortenvielfalt bei extrem kurzer Reaktionszeit. Auch hier gilt weitgehende „Geling-Garantie“. Einkauf und Beschaffung von Instantnahrung geschieht lagerhaltend, entkoppelt von tagesaktuellen Ereignissen.

Großküche der Charité um 1900 - Bildquelle: [3]

Fabrikation

Um den verschiedenen Ansprüchen der Endkonsumenten und der Gastronomie gerecht zu werden, entstehen „Basic-Instants“ aus verschiedensten trockenen, feuchten und flüssigen Grundstoffen in industriell geprägten Pulvermischbetrieben. Die Anzahl der verwendeten Einzelkomponenten ist immens und reflektiert den unüberschaubaren Kosmos der Gewürze, Aromen, Stabilisatoren, Enzymen sowie Hilfsstoffen, Flüssigextrakten, Ölen und Essenzen.

© by amixon GmbH - Die Methode des Mischens beeinflusst Geschmack, Granulometrie, optische Erscheinung und auch das Mundgefühl. Im amixon Präszisionsmischer kann der Anwender extrem schonend homogenisieren (minimale Energieeintragung) oder auch intensiv desagglomerieren (bei hoher Energieeintragung). Oft müssen beide Methoden nacheinander stattfinden. Das wird auch Multistep-Methode genannt. a) Dextrose, Maltodextrin, Salze, Gewürze, Stärke, Oleoresine, Fette, Öle, Aromen werden intensiv vermischt. Dabei werden auch Wirbler, Chopper, Schneidrotoren oder HighShear-Blades genutzt. Nach wenigen Minuten stoppt der Mischer. Sichtgewürze, gefriergetrocknete Dillspitzen, Zwiebelringe, Paprika- und Blumenkohlstücke, Blattgemüse, Nudeln, etc. werden hinzugegeben. Nun startet der Mischer erneut aber nur für 30 Sekunden. (Vermeidung von Scher-Kristallisation). Bei langsamer Drehfrequenz erfolgt ein schonendes „Unterheben“. Dann ist eine ideale Mischgüte erzielt. Alle Grobbestandteile bleiben erhalten. Das Mischgut ist nicht wärmer als zuvor. Das Mischgut wird entmischungsfrei ausgetragen. Die Abfüllung erfolgt in Tüten, Beutel, Dosen, Gläser.

Der finale Pulvermischprozess ist maßgeblich bestimmend für die Qualität des Instantproduktes; dazu zählen neben Geschmack, Geschmackstabilität, Lagerstabilität und Löslichkeit auch Textur, Viskosität, Bioverfügbarkeit, Farbgebung und Mundgefühl.

Moderne Nahrungsmittelfabriken arbeiten hochgradig automatisiert, so dass fast alle Prozessschritte maschinell erfolgen, die Rohstoffannahme (Trockenstoffe wie auch Flüssigkeiten), Probenahme und Qualitätsbestimmung, Förderung und Einlagerung, dosierende Entnahme, Chargierung über dem Mischer, Vermischung und Abfüllung. Ebenso wie für den Mischer gilt für alle anderen Prozessschritte, dass die Struktur der Pulver erhalten bleiben soll. Jeglicher Energie-eintrag ist auf das Notwendigste zu reduzieren. Verdichtung und Scherstress ist zu vermeiden.

Aufbereitung von Instant Nährmitteln vom Rohstoff zum Fertigprodukt - Bildquelle: AZO GmbH, Osterburken. Genormte Schnittstellen (Sanitärflansche verschraubt oder per TriClamp) garantieren totraumfreie Rohranschlüsse für die Rohstoffbeschickung, die Entlüftung und für die Austragung der Fertigmischungen. Gleiches gilt für die elektrotechnische und sensorische Integration.

amixon® Mischer erfüllen höchste Qualitätskriterien

Auch wenn das Nährmittelpulver die genannten Merkmale, wie den Geschmack oder die Färbung aufweist, kann es noch nicht zweifellos als Instant Nährmittel bezeichnet werden. Das Pulver muss sich bei Zugabe der Flüssigkeit erwartungsgemäß verhalten. Es muss eine typische Instantlöslichkeit aufweisen. Die im Pulver befindliche Luft muss in dem Maße aus dem Schüttgut entweichen, wie das Pulver den Flüssigkeitsspiegel durchdringt und niedersinkt. Sinkverhalten, Löslichkeit und Dispergierbarkeit müssen den Erwartungen des Konsumenten entsprechen. Der Konsument erwartet darüber hinaus eine gute Lagerstabilität und Rieselfähigkeit, wenn er die Verpackung entleert.

© by amixon GmbH - a) Geringe Oberflächenspannung der Flüssigkeit, hydrophile Oberfläche: Diese hydrophilen Pulvereigenschaften sind die Voraussetzung für gute Instant-Eigenschaften. Diese Pulver werden agglomeriert. Die Agglomerate sind gut benetzbar, porös und sinken im Wasser nieder. Das ist in Ansehung hoher Fettgehalte oft schwierig. b) Rückzugs-Randwinkel und c) Vorrück-Randwinkel d) Hohe Oberflächenspannung, hydrophobe Oberfläche e) Flüssigstoff Injektion in den Wirkbereich des Wirblers f) Flüssigstoff Versprühung mit Zweistoffdüse und Fluidisierung des Pulvers

amixon® Präzisionsmischer wurden genau für die Aufbereitung von Instantnahrung entwickelt. Drei Jahrzehnte lange Erfahrungen bei der Finalvermischung von Instant Food haben zu spezifischen Ausprägungen geführt.

Die Eigenschaften und Verfahrensweisen der amixon® Mischer:

  1. Ideale Mischgüten; egal ob das Mischgut trocken ist, feucht oder suspendiert. Egal ob die Komponenten staubig-pulvrig sind, granulatig, kristallin, stückig, fettig oder nass.
  2. Minimal kurze Mischzeit, auch bei Flüssigstoffbeigaben
  3. Geringe Energieeintragung und Schonung der Partikel; beispielsweise gefriergetrocknete Dillspitzen, Blumenkohl, Brokkoli, Zwiebelringe, Nudelstücke, etc.
  4. Variable Füllgrade haben keinen Einfluss auf die Mischgüte.
  5. Hochgradige Restentleerung; ohne Entmischung oder Partikelzerstörung

© by amixon GmbH - ComDisc® Werkzeuge sind verschleißfest gefertigt. Sie entsprechen den europäischen und US-amerikanischen Hygieneanforderungen. ComDisc® Werkzeuge können amixon-Mischer bis auf Staubablagerungen restlos entleeren. Je nach Größe der Entleer-Armatur geschieht die Restlosentleerung schneller oder langsamer. Hier Entleerung einer 2 m³ Charge aus HM 2000.

Im amixon® Mischer werden auch halbfeste Güter aufbereitet. Anders als in Knetern, Cuttern oder Extrudern wird eine höhere Mischgüte erzeugt bei geringer Energieeintragung. Solche halbfesten Massen werden anders als Pulver nicht in Tüten, Sachets oder Dosen verpackt, sondern als sogenannte Instant Food Cubes geformt, gewickelt oder gerollt.

amixon® mit Sitz in Paderborn ist seit 1983 Hersteller von einzigartigen Präzisionsmischern, die nach eigenen Patenten konstruiert und gefertigt wurden. Weltweit arbeiten amixon® Mischer in allen Bereichen der Nahrungsmittelproduktion und insbesondere in der Herstellung von Instant Food. Die kleinsten Apparate-Chargenvolumen für Instant Nährmittel betragen 100 Liter, die größten Instant Food Mischer weisen 5000 Liter Chargengröße auf.

Mischbewegung im Doppelwellenmischer

Mischbewegung im KoneSlid® Mischer

An dieser Stelle sei der Originalton des technischen Leiters Ludger Hilleke wiederholt: „Wenngleich amixon GmbH nur in Paderborn, Deutschland fertigt, so haben wir Anwendungstechnika in den Ländern USA, China, Japan, Korea und Thailand für unsere Kunden verfügbar. Dort können wir mit den Originalprodukten unserer Kunden die Qualitätskriterien vorführen und erfüllen. Wir laden Sie herzlich gerne ein, Versuche mit uns zusammen anzuberaumen. amixon® garantiert Ihnen bereits vorab hervorragende Mischergebnisse und einen besonders hohen Informationsgewinn!“

Sachverhalte, die hier beschrieben werden, gelten für viele verschiedenste Instant-Schüttgüter. Ob die Aussagen auch für Ihre Produkte zutreffen, kann nur durch Mischversuche in unserem Technikum ermittelt werden.


© by amixon GmbH - Versuche im Technikum sind beste Voraussetzungen dafür, dass Ihre neue Mischmaschine richtig konstruiert wird. Dazu gehören auch die Flüssigstoffbeigaben. Ein solcher amixon Mischer wird Ihre Produkte dann schnell, kühl, schonend und homogen aufbereiten. Darüber hinaus ist er schnell und bequem zu reinigen.

© by amixon GmbH - amixon® ist weltweit ein Synonym für vertikal gestaltete Präszisionsmischer. Die Mischer werden branchenübergreifend für alle Arten trockener, feuchter und suspendierter Feststoffe eingesetzt. Das amixon®-Fabrikationsprogramm basiert auf mehr als 30 eigenen Patenten (seit Firmengründung 1983). Alle Komponenten der Mischer werden von amixon® selbst in Deutschland gefertigt. Motoren und Getriebe aus deutscher Produktion werden zugekauft.

[1] Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Erbswurst
[2] Bildquelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Erbswurst-1.jpg, Copyright: Rainer Zenz
[3] Bildquelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Charit%C3%A9,_Dampfkochk%C3%BCche.jpg, Copyright: Hermann Rückwardt, Public domain, via Wikimedia Commons

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