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Welche Mischwerkzeuge und Konfigurationen sind für Gewürzmischungen mit Ölzugabe optimal?

Für Gewürzmischungen mit Ölzugabe eignen sich Mischsysteme, die eine feine Verteilung der Flüssigkeit mit einer schonenden Produktbehandlung verbinden. Ziel ist eine gleichmäßige Benetzung bei geringer Ölmenge und möglichst ohne Klumpenbildung.

Geeignet sind Präzisionsmischer, sofern sie hygienisch ausgeführt sind. In der Gewürzindustrie sind horizontale Pflugscharmischer und vertikale Helixmischer weit verbreitet. Sie erzeugen ein dreidimensional bewegtes Produktbett und bieten eine große Oberfläche für die Ölverteilung.

Vertikale Konusmischer eignen sich besonders für mehrstufige Mischprozesse. Sie arbeiten mit geringer mechanischer Beanspruchung und können auch größere Flüssigstoffanteile im Pulver verteilen. Zudem erlauben sie variable Füllgrade und eine nahezu restlose Entleerung.

Doppelwellen-Paddelmischer und horizontale Wendelmischer

Doppelwellen-Paddelmischer arbeiten mit mechanischer Fluidisierung. Das Produkt wird dabei angehoben und geworfen. Dadurch lässt sich das Öl gleichmäßig einarbeiten.

Horizontale Wendelmischer sind eher für einfache Mischaufgaben mit geringen Ölzugaben geeignet. Bei höheren Ölanteilen steigt das Risiko von Klumpenbildung. Dann sind zusätzliche Dispergierwerkzeuge sinnvoll.

Wichtige Zusatzfunktionen

Hochgeschwindigkeits-Chopper helfen dabei, Tropfen zu zerteilen und entstehende Agglomerate aufzubrechen. Sie sind besonders nützlich, wenn das Öl direkt in die aktive Mischzone eingedüst wird.

Die Ölzugabe sollte über Sprühsysteme erfolgen. Ein- oder Zweistoffdüsen sorgen für feine Tropfen und eine gleichmäßige Verteilung. Eine Schwallzugabe sollte vermieden werden.

Bei viskosen Ölen oder Fetten reduziert ein beheizter Vorlagebehälter die Viskosität und verbessert das Benetzungsverhalten.

Prozessführung

Eine variable Drehzahlregelung ist wichtig. Beim Trockenmischen genügt in der Regel eine moderate Intensität. Während der Ölzugabe kann die Mischintensität erhöht werden. Anschließend sollte mit reduzierter Drehzahl nachgemischt werden, um das Produkt zu schonen.

Auch die Dosierung der Flüssigkeit muss präzise erfolgen. Nur so bleiben Aromaintensität, Textur und Staubbindungswirkung reproduzierbar.

Praxisgerechte Konfiguration

Für anspruchsvolle Gewürzmischungen hat sich häufig ein horizontaler Pflugscharmischer mit Choppern und feiner Sprühdüsentechnik bewährt. Diese Kombination verteilt das Öl schnell und gleichmäßig, reduziert die Klumpenbildung und schützt die empfindlichen Gewürzpartikel.

So bringt amixon® Öle, Fette und Flüssigaromen klumpenfrei in Pulver ein

Der Flüssigkeitseintrag erfolgt am Ort der höchsten Mischaktivität

Die Hauptursache für Klumpenbildung ist eine lokale Überbenetzung. Deshalb dosiert amixon® Öle, Fette, Lecithine und Flüssigaromen direkt in den Wirkbereich des Schneidrotors. Dort wird die Flüssigkeit mikrofein verteilt. Gleichzeitig fördert das SinConcave®/SinConvex®-Mischwerk ständig frisches, unbenetztes Pulver in die Benetzungszone. So bleibt der Mischraum weitgehend frei von Anhaftungen. Bei kleinen Zugabemengen erzeugt die Zweistoffdüse mit Luft und Flüssigkeit die feinste Zerstäubung.

Mischwerkzeuge, Mischwirkung und Flexibilität

amixon® setzt die bewährten SinConcave®- und SinConvex®-Mischwerkwendeln ein. Sie erzeugen während des Mischens eine Selbstreinigung und erreichen in kurzer Zeit eine sehr hohe Mischgüte. Die Werkzeuge arbeiten besonders schonend und erhalten die Struktur der Rohstoffe. Bei Bedarf kann derselbe amixon® Mischer auch intensiver desagglomerierend arbeiten. Der Energieeintrag bleibt dabei in der Regel so gering, dass sich das Mischgut kaum erwärmt.

Mit DosiFlap® lassen sich die gemischten Güter direkt in Big Bags oder IBCs abfüllen. ComDisc®-Werkzeuge ermöglichen eine nahezu restlose Entleerung.

Es gibt eine reproduzierbare Dosierstrategie

Flüssigkeiten können kontinuierlich und feindosiert zugegeben werden. Bei höheren Fettanteilen erfolgt die Zugabe sequenziell mit Zwischenmischphasen. Alle Schritte lassen sich als Mischprogramm in der SPS hinterlegen. Die Mischintensität ist stufenlos einstellbar. Sie reicht von schonendem Befeuchten bis zu hoher Energieeinleitung für eine schnelle und vollständige Einarbeitung. Der Füllgrad kann zwischen 10 und 100 Prozent variieren, ohne dass sich die Mischgüte verschlechtert.

Werkzeugkonfiguration und Absicherung

Je nach Aufgabe kommen Vertikalmischer wie VM und HM, SpherHelics®- und KoneSlid®-Mischer sowie Konusmischer wie AM oder der kontinuierliche AMK zum Einsatz. Das Benetzungsverhalten, die Ölbindekapazität und das Dosierprofil werden von amixon® vorab im Technikum mit dem Originalprodukt verifiziert. Für Tee, Kräuter und Gewürze ist eine besonders schonende Fahrweise wichtig, damit fragile Partikel erhalten bleiben. Der Gyraton® GM homogenisiert auch große Chargen von bis zu 100 m³.

Hygienic Design als konstruktive Basis

Alle genannten Eigenschaften beruhen auf dem amixon® Hygienic Design. Mischraum und Mischwerk sind fugenfrei verschweißt und verschliffen. Das Mischwerk ist nur oben gelagert, eine untere Wellendurchführung entfällt. Große Clever-Cut®-Inspektionstüren mit OmgaSeal®-Dichtung ermöglichen einen ergonomischen Zugang zu allen produktberührten Flächen. Totraumfreie Auslauforgane und integrierte Waschlanzen ermöglichen eine validierbare Trocken- und Nassreinigung.