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Getreideschlempe

 

Getreideschlempe ist beispielsweise ein Nebenprodukt der Ethanolerzeugung. Sie entsteht nach der alkoholischen Gärung und der Destillation, wenn der vergorene Getreidebrei (Maische) vom Ethanol getrennt wird. Zurück bleibt eine überwiegend wässrige, nährstoffreiche Restmasse aus ungelösten Getreidebestandteilen, Hefezellen und gelösten Nährstoffen.

Je nach Wassergehalt unterscheidet man zwischen Nass- und Trockenschlempe. Nassschlempe ist nur begrenzt lagerfähig und wird in der Nähe der Ethanolanlage als flüssiges oder pastöses Futtermittel genutzt. Durch mechanische Entwässerung und Trocknung kann daraus ein Trockenprodukt gewonnen werden. Es ist lagerstabiler. 

Getriedeschlempe zeichnet sich typischerweise durch einen hohen Gehalt an Rohprotein, Fett, Faser und Mineralstoffen aus. Solche Produkte werden im Futtersektor häufig als Eiweiß- und Energieträger verwendet. Die Zusammensetzung und der Futterwert der Getreideschlempe hängen von der eingesetzten Getreideart, dem Prozess (zum Beispiel Anteil gelöster Kohlenhydrate, Reststärke) und der Art der Weiterbehandlung (Pressen, Trocknen, gegebenenfalls Mischen mit weiteren Komponenten) ab. In der Nutztierfütterung wird Getreideschlempe vor allem als Ersatz oder Ergänzung zu anderen proteinreichen Futtermitteln verwendet.