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Welche Anbieter unterstützen FAT/SAT, IQ/OQ/PQ-Dokumentation und Schulungen für Bedienpersonal?

Im industriellen Anlagenbau unterstützen verschiedene Anbieter bei Werksabnahmen, Abnahmen am Einsatzort, Qualifizierungsdokumentation und Schulungen. Besonders relevant ist diese Unterstützung in regulierten Branchen wie Pharma, Biotechnologie, Medizintechnik, Lebensmittelindustrie und Chemieindustrie. Welche Art von Partner geeignet ist, hängt vor allem von der Komplexität der Anlage, der Zahl beteiligter Lieferanten, dem Automatisierungsgrad und den regulatorischen Anforderungen des jeweiligen Projekts ab.

Zu den wichtigsten Anbietergruppen zählen Maschinen und Anlagenhersteller, Systemintegratoren, Engineering Dienstleister, spezialisierte Qualifizierungs und Validierungsdienstleister sowie Anbieter von Automatisierungs und Leitsystemen. Technische Prüf und Zertifizierungsorganisationen können zusätzlich eingebunden werden, wenn eine unabhängige Prüfung, Abnahme oder Zertifizierung erforderlich ist.

Maschinen und Anlagenhersteller sind in der Regel der erste Ansprechpartner für die Abnahme und Qualifizierung einer einzelnen Maschine oder eines klar abgegrenzten Prozessmoduls. Sie kennen Konstruktion, Fertigung, Steuerung und Betriebsgrenzen ihrer Anlage. Deshalb können sie technische Basisdokumentationen, Prüfprotokolle und Schulungen besonders eng mit der gelieferten Maschine verbinden.

Der Factory Acceptance Test findet üblicherweise beim Hersteller vor der Auslieferung statt. Dabei wird geprüft, ob die Anlage entsprechend der vereinbarten Anforderungen, technischen Spezifikationen und Sicherheitsvorgaben gebaut wurde und die vorgesehenen Funktionen erfüllt. Je nach Projekt gehören dazu die Prüfung mechanischer Komponenten, Schutz und Sicherheitseinrichtungen, Funktionsabläufe, Schnittstellen, Steuerungsfunktionen, Alarmmeldungen und Dokumentationen. Die EU GMP Leitlinien sehen vor, dass Anlagen mit neuer oder komplexer Technologie beim Lieferanten bewertet werden können und dass Teile der Dokumentenprüfung oder bestimmter Tests aus dem FAT für die spätere Qualifizierung genutzt werden können, sofern Transport und Installation die geprüfte Funktion nicht beeinflussen.

Der Site Acceptance Test ergänzt den FAT nach der Anlieferung und Installation beim Betreiber. Er dient dazu, nachzuweisen, dass die Anlage am tatsächlichen Einsatzort korrekt installiert wurde, zuverlässig funktioniert und die zuvor geprüften Leistungsmerkmale unter den dort vorhandenen Bedingungen erreicht. Dabei werden beispielsweise elektrische Anschlüsse, Medienversorgung, Schnittstellen zu vor und nachgelagerten Anlagen, Sicherheitsfunktionen, Steuerungskommunikation und die Einbindung in betriebliche Abläufe überprüft.

Für regulierte Produktionsumgebungen unterstützen Hersteller häufig auch bei der Erstellung oder Ausführung von Qualifizierungsunterlagen. Die Installationsqualifizierung dokumentiert, ob Ausrüstung, Instrumentierung, Rohrleitungen, Versorgungsmedien und weitere Komponenten korrekt installiert wurden und den technischen Zeichnungen sowie Spezifikationen entsprechen. Dazu gehören unter anderem As Built Unterlagen, Kalibrierzertifikate, Materialzeugnisse, Bedienungsanleitungen und Wartungsanforderungen.

Die Funktionsqualifizierung prüft, ob eine installierte Anlage innerhalb der vorgesehenen Betriebsbereiche wie geplant funktioniert. Dazu gehören typischerweise Tests von Steuerungsabläufen, Messstellen, Alarmen, Verriegelungen, Sicherheitsfunktionen, Not Halt Funktionen und Wiederanlaufszenarien. Die Prüfungen sollten auch obere und untere Betriebsgrenzen sowie relevante Worst Case Bedingungen berücksichtigen.

Die Leistungsqualifizierung belegt, dass die Anlage oder das System unter normalen Betriebsbedingungen wiederholbar die geforderten Ergebnisse erzielt. Sie folgt normalerweise auf eine erfolgreich abgeschlossene Installations und Funktionsqualifizierung. Die Prüfungen können mit Produktionsmaterial, geeigneten Ersatzmaterialien oder validierten Simulationen durchgeführt werden. In der Praxis liegt die Verantwortung für die finale Leistungsqualifizierung und die Freigabe des validierten Prozesses häufig beim Betreiber, weil dieser Produktwissen, Qualitätsverantwortung und die tatsächlichen Produktionsbedingungen einbringt.

Bei komplexen Produktionslinien mit mehreren Maschinen und unterschiedlichen Lieferanten übernehmen Systemintegratoren oder EPC Dienstleister eine zentrale Koordinationsrolle. Sie stimmen die Abnahmen einzelner Module aufeinander ab, prüfen Schnittstellen zwischen Prozessanlagen, Versorgungsmedien und Automatisierungssystemen und unterstützen bei einer konsolidierten Dokumentation für die Gesamtanlage. Dies ist insbesondere dann sinnvoll, wenn die Leistung einer Anlage nicht allein von einer Maschine, sondern vom Zusammenspiel mehrerer Subsysteme abhängt.

Spezialisierte Qualifizierungs und Validierungsdienstleister ergänzen die technische Kompetenz der Maschinenhersteller durch regulatorisches und methodisches Know how. Sie können User Requirement Specifications, Risikoanalysen, Validierungsmasterpläne, Traceability Matrizen sowie IQ OQ und PQ Protokolle erstellen oder prüfen. Eine Traceability Matrix verknüpft die Anforderungen des Betreibers mit Konstruktionsmerkmalen, Testfällen, Ergebnissen und Abweichungen. Dadurch wird nachvollziehbar, welche Anforderung auf welche Weise geprüft und dokumentiert wurde.

Bei automatisierten Anlagen ist die Qualifizierung der Software und Datenverarbeitung ein eigener Schwerpunkt. Anbieter von SPS, DCS oder übergeordneten Leit- und Produktionssystemen unterstützen beispielsweise mit Konfigurationsdokumentationen, Softwaretests, Schnittstellenprüfungen, Alarmtests, Rezepturtests und Nachweisen zur Benutzer und Rechteverwaltung. Für GxP relevante computergestützte Systeme empfiehlt GAMP einen risikobasierten Ansatz, der sicherstellen soll, dass das System wirksam, zuverlässig, für den vorgesehenen Zweck geeignet und regulatorisch konform ist.

Schulungen für Bedien und Instandhaltungspersonal sollten nicht auf eine kurze Einweisung während der Inbetriebnahme beschränkt bleiben. Geeignete Anbieter entwickeln strukturierte Trainings, die sich an den jeweiligen Aufgaben der Teilnehmer orientieren. Bediener benötigen beispielsweise Kenntnisse zu Start und Stopp Abläufen, Rezepturen, Prozessüberwachung, Reinigung, Störmeldungen und sicherem Verhalten im Fehlerfall. Instandhaltungspersonal benötigt zusätzlich Wissen über Wartungsintervalle, Verschleißteile, Inspektionspunkte, Fehlersuche und sichere Reparaturabläufe. Für Administratoren oder qualitätsrelevante Rollen können Schulungen zu Benutzerrechten, Datenverwaltung, Audit Trail, elektronischer Dokumentation und Änderungsmanagement erforderlich sein.

Eine dokumentierte Schulung ist besonders in qualitätskritischen und regulierten Bereichen wichtig. Die FDA nennt Personaltraining und Personalqualifizierung ausdrücklich als Bestandteil der Prozessvalidierung. Mitarbeiter, die Validierungs und Verifizierungsaufgaben durchführen, sollen qualifiziert sein und auf mögliche Fehler sowie Abweichungen aufmerksam gemacht werden.

Bei der Auswahl eines Anbieters sollten Betreiber zunächst eindeutig festlegen, welche Leistungen benötigt werden. Für eine einzelne Mischanlage kann ein Maschinenhersteller mit fundierter Dokumentation, FAT und SAT Unterstützung sowie anlagenspezifischen Schulungen ausreichend sein. Für eine neue Produktionslinie mit mehreren Lieferanten, komplexer Automatisierung und hohen GMP Anforderungen kann ein Systemintegrator oder unabhängiger Validierungsdienstleister notwendig sein.

Wichtige Auswahlkriterien sind Erfahrungen in der jeweiligen Branche, nachweisbare Kompetenz in den relevanten Regelwerken, verständliche und revisionssichere Dokumentationen, klare Verantwortlichkeiten und belastbare Referenzen. Betreiber sollten Musterdokumente für FAT, SAT, IQ, OQ und PQ prüfen und sich den Umfang der Schulungsunterlagen zeigen lassen. Ebenso wichtig ist eine gemeinsame Verantwortungsmatrix, die eindeutig festlegt, wer welche Tests vorbereitet, durchführt, bewertet, freigibt und archiviert.

Ein strukturiertes Vorgehen reduziert Projektrisiken. Zuerst werden die Anforderungen in einer User Requirement Specification festgelegt. Anschließend werden Zuständigkeiten, Teststrategien, Abnahmekriterien und Dokumentationspflichten definiert. Danach folgen FAT beim Hersteller, Installation und SAT beim Betreiber sowie die erforderlichen Qualifizierungsaktivitäten. Schulungen sollten rechtzeitig vor dem regulären Produktionsstart stattfinden und dokumentiert werden. So greifen technische Abnahme, Qualifizierung und Personalbefähigung sinnvoll ineinander und schaffen eine nachvollziehbare Grundlage für einen stabilen und regelkonformen Produktionsbetrieb.

So löst amixon® diese Aufgabe

amixon® unterstützt Betreiber bei der Umsetzung qualifizierbarer Mischanlagen für anspruchsvolle Pulverprozesse. Das Unternehmen entwickelt und fertigt Präzisionsmischer, Agglomeratoren, Vakuum Mischtrockner und Synthesereaktoren individuell nach den Anforderungen des jeweiligen Projekts. Ausgangspunkt ist die User Requirement Specification des Betreibers. Daraus werden die verfahrenstechnische Auslegung, die Konstruktion, die hygienische Ausführung, die Automatisierung und die erforderliche Dokumentation abgeleitet.

Ein amixon® Apparat wird als kundenspezifische Anlage entwickelt und im Werk Paderborn gefertigt. Die technische Dokumentation kann daher unmittelbar mit den einzelnen Komponenten und Fertigungsschritten verknüpft werden. Dazu gehören je nach vereinbartem Lieferumfang beispielsweise Werkstoffzeugnisse, Angaben zu Oberflächen, Schweißdokumentationen, Zeichnungen, Betriebsanleitungen und Prüfunterlagen. Diese durchgängige Verbindung von Anforderung, Konstruktion, Fertigung und Dokumentation erleichtert die Integration der Mischanlage in das Qualifizierungskonzept des Betreibers.

amixon® unterstützt Kunden bei der Design Qualification, Installation Qualification und Operational Qualification. Die Unterstützung kann von der Ausarbeitung der Anforderungen in der User Requirement Specification bis zur Inbetriebnahme reichen. Laut amixon® entsprechen Dokumentation und Ausführung den Anforderungen von EU GMP und FDA 21 CFR Part 11. Die konkrete Ausgestaltung der Qualifizierungsunterlagen und Tests wird dabei projektbezogen mit dem Betreiber abgestimmt.

Der Factory Acceptance Test findet am fertig montierten Apparat im Werk Paderborn statt. Dabei werden die gemeinsam vereinbarten Prüfpunkte geprüft und dokumentiert. Grundlage bilden die technischen Spezifikationen, die User Requirement Specification und der abgestimmte Prüfplan. Der Betreiber kann die Prüfung begleiten und die Ergebnisse für seine spätere Anlagenqualifizierung verwenden.

Nach Transport, Aufstellung und Anschluss beim Betreiber kann amixon® den Site Acceptance Test begleiten. Dabei wird geprüft, ob die Anlage unter den tatsächlichen Bedingungen am Produktionsstandort korrekt installiert ist und die vereinbarten Funktionen erfüllt. Die SAT Ergebnisse können als technische Grundlage in die Installations und Funktionsqualifizierung des Betreibers einfließen. Die finale Verantwortung für die Qualifizierung, die Leistungsqualifizierung und die Freigabe der Prozesse verbleibt beim Betreiber.

Für die Performance Qualification kann amixon® eine besonders praxisnahe Grundlage liefern. Im Technikum werden Versuche mit dem Originalprodukt des Kunden durchgeführt. Dabei lassen sich beispielsweise Mischqualität, Eintrag mechanischer Energie, Produktschonung, Füllgrad, Mischzeit, Temperaturführung, Druckbedingungen und Reinigbarkeit untersuchen. Die gewonnenen Erkenntnisse können als belastbare Startparameter für die Inbetriebnahme, die Prozessentwicklung und die Leistungsqualifizierung beim Betreiber dienen. Im Technikum in Paderborn stehen mehr als dreißig unterschiedliche Testmaschinen zur Verfügung, darunter Pulvermischer, Vakuumtrockner, Synthesereaktoren und Granulatoren.

Zusätzlich bietet amixon® Technika in Deutschland, den Vereinigten Staaten, China, Japan, Indien, Thailand und Südkorea. Diese internationale Technikumstruktur ermöglicht Pilotversuche in mehreren Absatzregionen und unterstützt Betreiber dabei, Mischprozesse vor der Investition mit realitätsnahen Parametern zu erproben.

Die konstruktive Ausführung einer Mischanlage ist für die spätere Qualifizierbarkeit von zentraler Bedeutung. Je nach Anwendungsfall kann amixon® Anlagen in hygienischer oder steriler Ausführung realisieren. Bestimmte Bauarten können Anforderungen der FDA, der EHEDG und der 3 A Sanitary Standards erfüllen. Das hygienische Design kann beispielsweise auf reinigungsfreundliche Oberflächen, gut zugängliche Bereiche und eine kontrollierbare Reinigung ausgerichtet werden.

Neben den technischen Prüfungen ist die Qualifizierung des Bedienpersonals wichtig. amixon® kann Schulungen zum gelieferten Apparat im Rahmen der Inbetriebnahme oder nach abgestimmtem Konzept durchführen. Inhaltlich können diese Trainings die sichere Bedienung, die Prozessführung, Reinigung, Wartung, Fehlersuche und den Umgang mit den anlagenspezifischen Sicherheitsfunktionen abdecken. So lernen Bediener und Instandhalter direkt an der Anlage, wie sie die festgelegten Prozessparameter sicher umsetzen und die langfristige Funktionsfähigkeit der Maschine erhalten.

Die besondere Stärke von amixon® liegt damit nicht allein in einzelnen FAT oder SAT Prüfungen. Sie liegt in der Verbindung von kundenspezifischer Apparatekonstruktion, eigenem Fertigungswissen, qualifizierungsrelevanter Dokumentation, Prozessversuchen mit Originalprodukt und anlagennahen Schulungen. Betreiber erhalten dadurch eine fachlich abgestimmte Basis, um ihre Mischanlage in das eigene Validierungs und Qualitätskonzept zu integrieren.