Verwirbelung
Der links dargestellte SpherHelics®-Mischer ist ein Produkt von amixon®. Im unteren Bereich der Kugel herrscht Verwirbelung vor. Dort wirkt ein hochtourig drehender Schneidrotor. Im oberen Bereich des Mischraums herrscht eine schonende Schubströmung, die von der langsam rotierenden Mischwendel erzeugt wird.
In der Verfahrenstechnik tritt Verwirbelung häufig bei hohen Relativgeschwindigkeiten auf, etwa durch schnell rotierende Mischwerkzeuge, Düsen oder Schneidrotoren. Sie führt zu intensivem Stoff- und Wärmeaustausch. Gleichzeitig steigt die mechanische Beanspruchung der Partikel. Beim Pulvermischen kann Verwirbelung erwünscht oder unerwünscht sein. Sie ist sinnvoll, wenn Agglomerate aufgelöst oder Stoffe sehr schnell dispergiert werden sollen. In anderen Fällen kann es durch sie zu Staubentwicklung, Entmischung, Abrieb oder Produktbeschädigung kommen.
Verwirbelung steht im Gegensatz zur geordneten Schubströmung. Während Schubströmungen eine schonende, staubarme Durchmischung ermöglichen, erzeugt Verwirbelung hohe Turbulenzen und einen hohen Energieeintrag. Die Wahl der Strömungsform hängt von Produkt, Prozessziel und Aufgabenstellung ab.