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Vakuumanlegung

 

Bei einer Vakuumanlegung wird ein Prozessraum evakuiert. Dabei wird der Druck unter den Atmosphärendruck abgesenkt. Das Ziel besteht darin, den Siedepunkt von Flüssigkeiten zu senken, Sauerstoff zu entfernen oder Reaktionen zu beeinflussen. In einem feuchten System mit großer spezifischer Oberfläche (feuchte Pulver) bedeutet Vakuumerzeugung eine sehr effiziente Temperaturabsenkung des feuchten Pulvers.

Ein Vakuum kann mit Vakuumpumpen, Ejektoren oder Vakuumsystemen erzeugt werden. Der Druck wird über Sensoren gemessen und geregelt. Leckagen und Ausgasungen können das erreichbare Endvakuum jedoch empfindlich beeinflussen. In der Verfahrenstechnik kommt die Vakuumanlage beim Vakuummischtrocknen, Destillieren, Reagieren, Entgasen und Filtrieren zum Einsatz. Sie ermöglicht schonende Prozesse bei niedrigen Temperaturen und unter inertem Milieu.

Dabei beeinflusst sie den Wärme- und Stofftransport, die Trocknungsgeschwindigkeit und die Produktqualität. Eine schnelle und stabile Vakuumanlage reduziert Prozesszeiten und Energiebedarf. 

 

dp/dt = - S/V · p

  • P ist der Druck im Apparatevolumen
  • S ist die Saugleistung der Vakuumpumpe 
  • V is das Volumen des Apparates
  • dp/dt ist Geschwindigkeit der Druckabsenkung