Totraum
Bild links: Toträume zu vermeiden ist besonders anspruchsvoll, wenn ein Prozessapparat große Inspektionstüren aufweisen soll. Inspektionstüren sind konstruktiv notwendig, können aber potenzielle Strömungsstörungen und Toträume verursachen. Nebenstehend sind Konstruktionslösungen dargestellt, die sehr kleine (b, c) oder gar keine (a) Toträume aufweisen.
Als Totraum werden Bereiche innerhalb eines verfahrenstechnischen Apparats bezeichnet, die von dem vorgesehenen Prozessschritt nicht oder nur unzureichend erfasst werden. Dies betrifft beispielsweise die Bereiche Strömung, Mischen, Temperieren oder Reinigen. In einem Totraum findet kaum Materialaustausch statt. In Mischern sind Toträume besonders kritisch. Dort kann das Produkt zurückbleiben, ungemischt bleiben oder sich anlagern. Dies verschlechtert die Mischgüte und erhöht das Risiko von Kontaminationen. Auch thermische Gradienten, Reaktionsabweichungen und hygienische Probleme können entstehen.
amixon®-Mischsysteme sind so ausgelegt, dass der gesamte Mischraum von der Schubströmung erfasst wird. Der Prozess läuft totraumfrei ab, sodass eine ideale Zufallsmischung im gesamten Kammervolumen entsteht. Totraumfreie Behältergeometrien, Einbauten und Armaturen – wie auslaufseitige Absperrorgane – unterstützen eine vollständige Entleerung und eine hygienische Reinigung. In der Verfahrenstechnik werden Toträume durch strömungsgünstige Geometrien, geeignete Mischwerkzeuge und optimierte Einbauten minimiert.