Flüssigphase
Die Flüssigphase bezeichnet den Anteil eines Stoffsystems, der sich im flüssigen Aggregatzustand befindet. In dieser Phase liegen die Moleküle dicht beieinander, können sich aber gegeneinander bewegen. Die Flüssigkeit ist volumenbeständig, aber formunbeständig. Sie nimmt die Form des Behälters an, in dem sie sich befindet, behält jedoch ihr Volumen bei.
In Vielphasen-Systemen (z. B. Feststoff–Flüssig–Gas) spricht man von Flüssigphase, wenn man die flüssige Komponente von festen Partikeln oder einer Gasphase abgrenzen möchte. Beispiele hierfür sind Suspensionen (Feststoffpartikel in einer Flüssigphase), Emulsionen (Tröpfchen einer Flüssigphase in einer anderen Flüssigphase) oder Flüssig-Gas-Systeme (Schaum, Blasensäulen). Die physikalischen Eigenschaften der Flüssigphase – etwa Dichte, Viskosität, Oberflächenspannung, Löslichkeit und Diffusionskoeffizienten – beeinflussen den Stofftransport, das Strömungsverhalten und die Reaktionskinetik in solchen Systemen.
In verfahrenstechnischen Apparaten wie Rührbehältern, Kolonnen oder Reaktoren wird die Flüssigphase oft als kontinuierliche Phase betrachtet, in der sich andere Phasen (Gasblasen, Feststoffpartikel oder Tropfen) befinden. Die Auslegung von Rührwerken, Pumpen, Düsen oder Wärmeübertragern orientiert sich dabei wesentlich an den Eigenschaften der Flüssigphase, beispielsweise an der Viskosität (laminar/turbulent), dem Dichteunterschied zu anderen Phasen und der Oberflächenspannung (Blasen- oder Tropfengrößen, Koaleszenzverhalten). In amixon®-Apparaten lassen sich Eindampfvorgänge effizient durchführen. Die Flüssigkeit wird kontinuierlich in dem Maß zugegeben, in der Verdunstung stattfindet. So bleibt der Füllstand bei wachsender Aufkonzentrierung konstant. Im Anschluss wird die Suspension/Lösung unter Vakuum schonend fertiggetrocknet und als Pulver ausgetragen.