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Staubneigung

 

Die Staubneigung beschreibt die Eigenschaft eines Schüttguts, beim Handling Staub zu erzeugen. Staub kann durch Abrieb, Fragmentierung oder das Aufwirbeln feiner Partikel entstehen. Insbesondere beim Schütten, Umfüllen, Dosieren, Fördern und Mischen kommt es zu einer Freisetzung von Staub. Dies gilt ebenso für die letzte Phase des Pulvertrocknens.

Eine hohe Staubneigung wird durch feine Partikel und eine breite Kornverteilung begünstigt. Kantige Partikel können leichter zerbrechen als runde. Insofern bilden sie staubende Feinanteile, wenn sie bewegt werden. Trockene und leichte Materialien neigen stärker zur Staubfreisetzung als feuchte. Agglomerate können Feinanteile binden und so die Staubneigung verringern.

Eine hohe Staubneigung kann zu Produktverlusten, Emissionen und Explosionsrisiken führen. Zudem beeinflusst sie die Dosiergenauigkeit und die Reproduzierbarkeit. Mögliche technische Maßnahmen sind Kapselung, Absaugung, Befeuchtung und Agglomeration im Mischer. Grundsätzlich sollte die Handhabung staubender Güter in geschlossenen Systemen stattfinden.