Schälzentrifuge
Links sehen Sie beispielhaft eine Zentrifuge des Herstellers Ferrum Process. Eine Schälzentrifuge ist eine Fest-Flüssig-Trenneinrichtung, die sowohl kontinuierlich als auch diskontinuierlich betrieben werden kann. In ihr werden Feststoffe durch Zentrifugalkraft von einer Flüssigkeit getrennt. Dabei lagert sich der Feststoff an der Innenwand einer rotierenden Trommel ab. Anschließend wird der entfeuchtete Feststoff mithilfe eines Schälmessers mechanisch abgeschabt und ausgetragen. Die auf den Feststoff wirkende Zentrifugalbeschleunigung lässt sich näherungsweise mit
az = ω² · r
ω ist die Winkelgeschwindigkeit und r ist der Trommelradius. In der Praxis wird häufig die relative Zentrifugalkraft (RCF) verwendet, die das Vielfache der Erdbeschleunigung angibt.
Schälzentrifugen werden in der Verfahrenstechnik vor allem zur Entwässerung und Abtrennung kristalliner oder partikulärer Feststoffe eingesetzt, beispielsweise in der Chemie-, Pharma- oder Lebensmittelindustrie. Sie ermöglichen eine hohe Trennschärfe, definierte Restfeuchten und einen kontrollierten Feststoffaustrag.
Die Leistungsfähigkeit einer Schälzentrifuge wird durch die Trommeldrehzahl, die Schältechnik, das Produktverhalten sowie die Zulauf- und Austragsbedingungen bestimmt. Nach der mechanischen Entfeuchtung werden die Feststoffe häufig in amixon® Vakuum-Kontakttrocknern thermisch getrocknet.