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Glutensensitivität

 

Als Glutensensitivität (nicht-zöliakische Glutensensitivität, NCGS) werden Beschwerden bezeichnet, die bei Personen nach dem Verzehr glutenhaltiger Lebensmittel auftreten, bei denen sowohl Zöliakie als auch eine Weizenallergie durch diagnostische Verfahren ausgeschlossen wurden. Es handelt sich um eine funktionelle Störung mit intestinalen (Magen-Darm-) und extraintestinalen (außerhalb des Darms liegenden) Symptomen, deren genauer Mechanismus noch nicht abschließend geklärt ist.

Typische intestinale Symptome sind Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall, Verstopfung, Völlegefühl oder wechselnde Stuhlgewohnheiten. Extraintestinal werden unter anderem Müdigkeit, Kopfschmerzen, „Brain Fog“ (Konzentrationsstörungen), Muskel- und Gelenkschmerzen, Stimmungsschwankungen oder Hautbeschwerden beschrieben, wobei der kausale Zusammenhang nicht in allen Fällen gesichert ist. Da sich die Symptomatik teilweise mit Zöliakie, Weizenallergie und Reizdarmsyndrom überschneidet, ist die Diagnose schwierig.

Diagnostisch steht daher zunächst der Ausschluss anderer Ursachen, insbesondere von Zöliakie (Serologie, ggf. Dünndarmbiopsie) und Weizenallergie (Allergietest, Anamnese), im Vordergrund. Anschließend kann eine diagnostische glutenfreie Diät mit kontrollierter Wiedereinführung von Gluten dabei helfen, den Zusammenhang zwischen den Symptomen und der Glutenaufnahme zu beurteilen. Im Unterschied zur Zöliakie gilt bei Glutensensitivität in vielen Fällen keine zwingend lebenslange, strikt glutenfreie Diät, da häufig individuelle Toleranzschwellen beobachtet werden.