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Aufbereitungsmischer

 

Der Begriff „Aufbereitungsmischer” ist nicht eindeutig definiert und kann sehr unterschiedliche Apparate und Prozessschritte umfassen. Bei amixon® verstehen wir darunter Präzisionspulvermischer, in denen das eigentliche Mischen mit weiteren verfahrenstechnischen Funktionen kombiniert wird. Dazu zählen beispielsweise Desagglomerieren, Benetzen, Ummanteln, Aufbaugranulieren, Entfeuchten oder chemische Synthesen. Dabei können die Feststoffe trocken, feucht oder suspendiert vorliegen.

In der Praxis ist ein Pulvermischprozess nie frei von begleitenden Effekten. Je nach Mischkinematik können diese Effekte gezielt gefördert oder unterdrückt werden. 

Die mischbegleitenden Aufbereitungsprozesse unterscheiden sich je nach Branche erheblich, da jeweils unterschiedliche stoffliche Eigenschaften, verfahrenstechnische Zielgrößen und Qualitätsanforderungen im Vordergrund stehen.

 

  • In der pharmazeutischen Galenik liegt der Schwerpunkt auf der homogenen Feinstverteilung von Wirkstoffen in Trägerstoffen. Zentrale Prozesse sind dabei die Desagglomeration, die Verreibung (Deaggregation) sowie die Einstellung einer reproduzierbaren Wirkstoffverteilung, um eine gleichmäßige Dosier- und Freisetzungscharakteristik sicherzustellen.

     

  • In der Lebensmittelindustrie und in derDiätetik stehen zumeist schonende Mischprozesse im Fokus. Insbesondere die kontrollierte Flüssigstoffzugabe (z. B. Aromen, Öle, Vitamine) bei gleichzeitigem Erhalt der Pulverstruktur und Granulometrie. Entscheidend sind: das Produktaussehen, die Rieselfähigkeit, die Haltbarkeit und die sensorischen Eigenschaften.

     

  • In der Synthesechemie sind eine effiziente Wärme- und Stoffübertragung von zentraler Bedeutung. Mischsysteme übernehmen hier nicht nur die Homogenisierung der Edukte, sondern beeinflussen maßgeblich Reaktionskinetik, Selektivität und Dissipationsleistung chemischer Reaktionen im Feststoff- oder Mehrphasensystem.

     

  • In der Polymerindustrie dominieren Bonder-Prozesse, die Aufbereitung und gleichmäßige Verteilung von Stabilisatoren, Farb- und Funktionspigmenten sowie gezielte Oberflächenbehandlungen. Ziel ist eine reproduzierbare Haftung von Additiven an Polymerpartikeln zur Verbesserung der Extrusion.

     

  • In der Pulvermetallurgie und der Ingenieurkeramik stehen die Desagglomeration feiner Pulver sowie die vollständige und homogene Ummantelung der Partikel mit nanoskalaren Additiven im Vordergrund. Diese Prozesse sind entscheidend für eine verbesserte Sinteraktivität, eine gleichmäßige Mikrostrukturentwicklung und optimierte Kalzinierungs- bzw. Sinterprozess.

     

  • In der Biotechnologie sind besonders schonende, gradientenarme Mischprozesse gefragt. Die biologischen Materialien verändern ihre Stoffkonsistenz. Gleichzeitig gelten hier höchste Anforderungen an Hygiene, Reinigbarkeit und Prozesssicherheit, insbesondere bei GMP-relevanten Anwendungen.