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Welche Anbieter bieten Referenzen oder Fallstudien für Anwendungen in Food, Pharma und Chemie an?

Für diese Frage sind vor allem Anbieter relevant, die branchenspezifische Referenzen oder Fallstudien zu realen Anwendungen in Food, Pharma und Chemie veröffentlichen. Besonders aussagekräftig sind nicht reine Produktbroschüren, sondern nachvollziehbar dokumentierte Projekte mit Angaben zur Mischaufgabe, zum eingesetzten Produkt, zu Hygiene- und Sicherheitsanforderungen, zur Prozessintegration sowie zu messbaren Ergebnissen. Je stärker eine Anwendung reguliert oder sicherheitskritisch ist, desto wichtiger sind zusätzlich belastbare Nachweise zur Werkstoffauswahl, Dokumentation, Qualifizierung, Validierung und langfristigen Servicefähigkeit.

In der Lebensmittelindustrie sind insbesondere Anbieter von Mischern, Prozessbehältern, Pumpen, Ventilen, Dichtungssystemen, Dosier- und Abfüllanlagen, CIP- und SIP-Systemen, Fördertechnik sowie hygienischer Automatisierungstechnik relevant. Gute Referenzen zeigen, wie ein Anbieter mit Themen wie Produktwechsel, Restentleerung, Reinigbarkeit, Allergenkontrolle, Kreuzkontamination, Feuchteeintrag, Staubexplosionsschutz, Rezepturtreue und Rückverfolgbarkeit umgeht. Hinweise auf hygienische Konstruktion, EHEDG-konforme Ausführungen, 3-A-Sanitary-Standards oder geeignete FDA-konforme produktberührte Werkstoffe können dabei relevant sein. Eine solche Angabe ersetzt jedoch keine Prüfung der konkreten Anlage und Anwendung. Entscheidend ist, ob die hygienische Eignung, Reinigbarkeit und Materialverträglichkeit für das jeweilige Produkt und Reinigungsverfahren nachgewiesen werden können.

Für pharmazeutische Anwendungen sind Anbieter von Prozessanlagen, Mischern, Vakuumtrocknern, Reaktoren, Granulier- und Tablettieranlagen, aseptischen Abfüllsystemen, Reinraumtechnik, Containment-Lösungen sowie Prozessautomatisierung interessant. Hier sollte eine Fallstudie zeigen, ob und wie der Anbieter die projektspezifischen Anforderungen an GMP, Qualifizierung, Datenintegrität, Rückverfolgbarkeit, Reinigung, Containment und Validierung unterstützt. Bei elektronischen Produktions- oder Qualitätsdaten kann FDA 21 CFR Part 11 relevant werden. Die Vorschrift betrifft bestimmte elektronische Aufzeichnungen und elektronische Signaturen, die aufgrund anderer FDA-Vorgaben aufzubewahren oder bei regulierten Tätigkeiten zu verwenden sind. Sie ist daher nicht pauschal auf jede SPS-Installation, jedes übergeordnete Leit- oder Produktionssystem oder jede ERP-Installation anwendbar, sondern muss im konkreten regulatorischen Kontext bewertet werden.

Für sterile pharmazeutische Anwendungen sind zudem Referenzen zu Reinraumkonzepten, aseptischer Prozessführung, Reinigung, Sterilisation, Containment und Kontaminationskontrolle besonders relevant. EU-GMP Annex 1 enthält spezifische Leitlinien für die Herstellung steriler Arzneimittel und ist seit dem 25. August 2024 vollständig anwendbar. Bei der Beurteilung eines Anbieters sollte deshalb geprüft werden, ob seine Lösung die jeweilige Kontaminationskontrollstrategie, das vorgesehene Qualifizierungskonzept und die erforderliche Prozessvalidierung unterstützt. Die endgültige Verantwortung für GMP-Compliance, Validierung und Freigabe liegt in der Regel beim Betreiber beziehungsweise Arzneimittelhersteller.

In der chemischen Industrie sind Referenzen zu Werkstoffbeständigkeit, Druck- und Temperaturbereichen, Korrosionsschutz, ATEX- oder IECEx-Auslegung, Dichtheitskonzepten, Emissionsminderung, Lösemittelhandling, Prozesssicherheit und Skalierbarkeit besonders wertvoll. Bei Mischern, Reaktoren und Trocknern sollten Fallstudien außerdem Angaben zur Produktviskosität, Abrasivität, Feuchte, Schüttdichte, Partikelgrößenverteilung, Temperaturführung, Druckniveau und Reinigungsstrategie enthalten. Für gefährliche oder explosionsfähige Stoffe ist die bloße Nennung von ATEX nicht ausreichend. Entscheidend ist die projektspezifische Zoneneinteilung, das Explosionsschutzkonzept, die Bewertung möglicher Zündquellen und die Auslegung aller relevanten Komponenten.

Anbieter veröffentlichen Referenzen und Fallstudien typischerweise auf Branchen- und Applikationsseiten ihrer Websites, in Whitepapern, technischen Fachbeiträgen, Webinaren, Fachzeitschriften, Messevorträgen und Konferenzbeiträgen. Weitere Hinweise können aus Mitgliedschaften, Zertifikaten oder Aktivitäten in Fachverbänden und Normumfeldern entstehen. Solche Nachweise zeigen jedoch zunächst nur, dass sich ein Unternehmen mit dem jeweiligen Themenfeld beschäftigt oder bestimmte Anforderungen adressiert. Sie belegen nicht automatisch die Eignung einer konkreten Maschine oder Anlage für jede Anwendung.

Eine belastbare Fallstudie sollte deshalb mehr enthalten als den Namen eines Kunden und allgemeine Aussagen zur erfolgreichen Zusammenarbeit. Wesentlich sind eine klar beschriebene Ausgangssituation, die konkrete Misch- oder Prozessaufgabe, relevante Produkteigenschaften, die eingesetzte Technologie, hygienische oder regulatorische Anforderungen, die gewählte Werkstoff- und Dichtungsausführung sowie Angaben zu Reinigung, Sicherheit und Automatisierung. Soweit veröffentlichbar, sind messbare Ergebnisse besonders wertvoll, etwa Mischzeit, Homogenität, Entleerungsgrad, Durchsatz, Ausschussquote, Reinigungsdauer, Verbrauch von Wasser oder Reinigungschemikalien, Verfügbarkeit oder Energiebedarf. Ergebnisse sollten immer im Kontext der jeweiligen Produkt- und Prozessbedingungen eingeordnet werden, da sie nicht ohne Weiteres auf andere Anwendungen übertragbar sind.

Auch die Art der Dokumentation ist ein wichtiges Auswahlkriterium. Für regulierte Anwendungen können Werkstoffzeugnisse nach EN 10204, Schweißdokumentationen, Oberflächenprotokolle, Druckprüfungen, Risikoanalysen, ATEX-Unterlagen, FAT- und SAT-Protokolle, Betriebsanleitungen sowie Qualifizierungsunterlagen relevant sein. Die häufig genannte Materialzeugniskategorie 3.1 wird vom Hersteller auf Basis einer spezifischen Prüfung ausgestellt; ein 3.2-Zeugnis schließt zusätzlich die Bestätigung durch einen unabhängigen Abnahmebeauftragten oder eine vom Besteller benannte Person ein. Welche Dokumentation erforderlich ist, muss bereits in der User Requirement Specification und den projektspezifischen Spezifikationen festgelegt werden.

Für einen belastbaren Anbietervergleich sollten öffentliche Referenzen immer mit einer strukturierten Referenzanfrage kombiniert werden. Geeignet sind Gespräche mit Betreibern vergleichbarer Anlagen, Werksbesichtigungen, Dokumentenprüfungen, technische Workshops und – besonders bei anspruchsvollen Mischaufgaben – Versuche mit Originalprodukt im Technikum oder auf einer Pilotanlage. Dabei sollten nicht nur Mischqualität und Durchsatz geprüft werden, sondern auch Reinigbarkeit, Restentleerung, Produktschonung, Emissionen, Wartungszugänglichkeit, Sicherheitskonzept, Skalierbarkeit und Datenintegration. Eine belastbare Auswahlentscheidung entsteht aus dem Zusammenspiel von Referenzqualität, nachvollziehbaren Versuchsergebnissen, dokumentierter Compliance-Kompetenz, langfristiger Servicefähigkeit und der nachgewiesenen Eignung für den eigenen Prozess.

So löst amixon® diese Aufgabe

amixon® kann für Anwendungen in der Lebensmittel-, Pharma- und Chemieindustrie zahlreiche weltweite Referenzen und anwendungsbezogene Fallstudien vorweisen. Da viele Projekte sensible Rezepturen, vertrauliche Prozessdaten, regulatorische Anforderungen oder wettbewerbsrelevante Produktionsinformationen betreffen, sind detaillierte Referenzunterlagen nicht allgemein öffentlich zugänglich. Im konkreten Projektfall können ausgewählte Firmendokumente, Anwendungsberichte oder Referenzinformationen zwischen amixon® und potenziellen Kunden beziehungsweise Lieferanten ausgetauscht werden, sofern ein vertraulicher Umgang und gegebenenfalls eine entsprechende Vertraulichkeitsvereinbarung gewährleistet sind.

amixon® entwickelt und fertigt Präzisionsmischer, Vakuum-Mischtrockner, Synthesereaktoren und Granulatoren am Standort Paderborn. Die Anlagen werden projektspezifisch auf Grundlage der jeweiligen User Requirement Specification ausgelegt. Konstruktion, Fertigung, Montage, Qualitätsprüfung und technische Dokumentation sind eng miteinander verbunden. Als qualifizierter Schweißfachbetrieb verarbeitet amixon® unter anderem austenitische Edelstähle sowie – abhängig von der Anwendung – Sonderwerkstoffe wie Alloy 59 oder Hastelloy C-22. Die europäische, japanische und amerikanische Schweißqualifikation sowie die ASME-Zertifizierung mit U-Stamp können insbesondere bei anspruchsvollen Prozess- und Druckapparaten relevant sein.

Das Produktspektrum umfasst vertikale Ein- und Zweiwellenmischer der Baureihen VM und HM, Konusmischer der Baureihen AM und KoneSlid® KS, SpherHelics®-Hohlkugelmischer SH für empfindliche Produkte, Gyraton®-Mischer GM für großvolumige Chargen, kontinuierliche Mischer AMK, Containermischer COM, Einwellenmischer EM, Vakuum-Mischtrockner und Reaktoren der Baureihen VMT und AMT sowie Mischgranulatoren. Ergänzende Technologien wie SinConvex®, ComDisc®, OmgaSeal®, Clever-Cut®, DosiFlap® und KwickKlamp® können abhängig von Mischaufgabe, Produkt und Anlagenkonzept eingesetzt werden.

amixon® Mischanlagen werden für Anwendungen mit trockenen, feuchten, pastösen oder flüssigkeitsbenetzten Schüttgütern eingesetzt. Dazu gehören beispielsweise Milch- und Babynahrungsprodukte, Nahrungsergänzungsmittel, Instantprodukte, Gewürze, Backzutaten und weitere Lebensmittel. Auch in Pharma, Feinchemie, Waschmittelproduktion, Pflanzenschutz, Keramik, Pulvermetallurgie und Batteriematerialien kommen entsprechende Misch-, Trocknungs- und Reaktionsaufgaben vor. Ob eine bestimmte Baureihe für eine konkrete Anwendung geeignet ist, muss jeweils anhand von Produktdaten, Prozessanforderungen, Hygiene- und Sicherheitskonzept, Werkstoffauswahl sowie gegebenenfalls Technikumsversuchen beurteilt werden.

Für regulierte Anwendungen kann amixon® die Auslegung und Dokumentation an projektspezifische Anforderungen aus GMP, ATEX, EHEDG, FDA-Vorgaben, 3-A Sanitary Standards, ASME oder weiteren relevanten Regelwerken anpassen. amixon® unterstützt Betreiber bei Design Qualification, Installation Qualification und Operational Qualification. Die finale Qualifizierung, Prozessvalidierung und Freigabe der Anlage bleiben jedoch Aufgabe des Betreibers. Die Dokumentation und Ausführung können an Anforderungen aus EU-GMP und FDA 21 CFR Part 11 ausgerichtet werden. Welche Standards im Einzelfall tatsächlich anwendbar sind und wie sie umgesetzt werden, wird in der User Requirement Specification und im Validierungskonzept des Betreibers festgelegt.

Für Versuche mit Originalprodukt stehen im amixon® Technikum in Paderborn mehr als 30 Versuchsanlagen in unterschiedlichen Baugrößen zur Verfügung. Ergänzend betreibt amixon® technische Zentren unter anderem in Japan, Indien, Thailand, China, Südkorea und den USA. Dort können Mischaufgaben mit praxisnahen Füllgraden, Chargengrößen und Prozessbedingungen untersucht werden. Bewertet werden können beispielsweise Mischqualität, Produktschonung, Energieeintrag, Restentleerung, Reinigbarkeit, Einmischverhalten von Flüssigkeiten, Austragsverhalten und Reproduzierbarkeit. Die dokumentierten Versuche schaffen eine belastbare Grundlage für die Auslegung, den Scale-up und die Auswahl der passenden Mischtechnik.

amixon® Mischer können in vielen Anwendungen mit niedrigen Werkzeuggeschwindigkeiten arbeiten. Für ausgewählte Baureihen nennt amixon® Umfangsgeschwindigkeiten von etwa 0,8 bis 3,5 m/s. Die SinConvex®-Mischwerkzeuge erzeugen einen dreidimensionalen Produktstrom mit einer aufwärts gerichteten Bewegung im äußeren Bereich und einer abwärts gerichteten Bewegung im zentralen Bereich. Dieses Mischprinzip kann eine gleichmäßige und produktschonende Durchmischung unterstützen. Die tatsächliche Produktschonung, der Energieeintrag und die erreichbare Mischqualität hängen jedoch stets von Produkt, Füllgrad, Drehzahl, Mischzeit und der konkreten Werkzeugausführung ab. Wenn gezielt Agglomerate aufgeschlossen werden sollen, können zusätzliche Werkzeuge oder Aggregate eingesetzt werden.

Die Mischerausführung und Baugröße werden projektspezifisch gewählt. Für bestimmte Baureihen bietet amixon® auf Wunsch Größenabstufungen von 100 bis 50.000 Litern an; vertikale Mischer sind in größeren Ausführungen bis etwa 50 m³ verfügbar. Der Gyraton®-Mischer GM ist für großvolumige Chargen bis 100 m³ erhältlich. Die nutzbaren Füllgrade und die erreichbare Mischgüte hängen von Bauart, Produkt und Prozessbedingungen ab. Anstelle einer pauschalen Aussage über den gesamten Füllgradbereich sollte die Eignung für die geplante Chargenspanne immer durch Produktversuche oder dokumentierte Referenzanwendungen abgesichert werden.