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Verdichtung

 

Bei der Verdichtung wird das Volumen eines Materials verringert und seine Dichte erhöht. Bei Schüttgütern erfolgt die Verdichtung durch mechanischen Druck, Vibration oder das eigene Gewicht. Dabei verringern sich die Hohlräume zwischen den Partikeln. Die Schüttdichte steigt und die Porosität sinkt.

Die Verdichtung beeinflusst das Fließverhalten, die Lagerstabilität und die Austragseigenschaften. Stark verdichtete Pulver können Brückenbildung oder Verklumpung zeigen. Gering verdichtete Schüttgüter hingegen bleiben rieselfähig. In Silos, Mischern und Förderanlagen ist das Verdichtungsverhalten daher ein wichtiger Auslegungsparameter.

Die Verdichtung kann über die Dichteänderung beschrieben werden:

 

ρ = m / V

  • ρ ist die Dichte des Schüttgutes (kg/m³)
  • m ist die Masse des Materials (kg)
  • V ist das Volumen (m³)

Mit zunehmender Verdichtung sinkt das Volumen bei gleicher Masse. Die Dichte steigt entsprechend an.

In der Verfahrenstechnik wird Verdichtung gezielt genutzt, beispielsweise beim Pressen, Kollern, Granulieren oder Tablettieren. In anderen Fällen muss Verdichtung hingegen vermieden werden, um die Fließfähigkeit, die Granulometrie und die Dosierbarkeit zu erhalten.