Sanitärdesign
Als Sanitärdesign (auch hygienegerechtes Design oder Hygienic Design) wird die konstruktive Auslegung von Apparaten, Maschinen und Anlagen bezeichnet, die eine einfache, vollständige und sichere Reinigung ermöglicht. Dabei werden Oberflächen, Geometrien, Dichtungen, Konturübergänge und Werkstoffe so gestaltet, dass Produktanhaftungen, Toträume und mikrobiologische Kontaminationen vermieden werden.
In der Verfahrenstechnik ist Sanitärdesign insbesondere in hygienisch sensiblen Bereichen, wie der Lebensmittel-, Pharma- und Chemieindustrie, von großer Bedeutung. Glatte Oberflächen, totraumarme Konstruktionen, definierte Oberflächenrauheiten, gut zugängliche Bauteile sowie geeignete Werkstoffe und Dichtkonzepte tragen dazu bei, den Reinigungsaufwand zu reduzieren und reproduzierbare Hygienestandards sicherzustellen.
Sanitärdesign versus Hygienic Design
Auch wenn die Begriffe teilweise gleichgesetzt werden, ist Sanitärdesign nicht identisch mit Hygienic Design. Hygienic Design ist ein klar definiertes, ingenieurtechnisches Konstruktionsprinzip. Es stellt sicher, dass Anlagen kontaminationsfrei betrieben und vollständig sowie reproduzierbar gereinigt werden können. Dazu gehören totraumfreie Geometrien, vollständige Entleerbarkeit, geeignete Werkstoffe, definierte Oberflächenrauheiten sowie CIP- und SIP-Fähigkeit. Hygienic Design ist normativ hinterlegt, beispielsweise durch die EHEDG oder die 3-A Sanitary Standards. Es spielt eine zentrale Rolle in der Pharma-, Lebensmittel- und Kosmetikindustrie.