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Zähplastisch

 

Als zähplastisch wird ein rheologisches Verhalten bezeichnet, bei dem sich Stoffe unter mechanischer Belastung plastisch verformen, dabei jedoch einen hohen inneren Widerstand aufweisen. Das Material gibt zwar nach, fließt aber nicht frei wie eine Flüssigkeit, sondern nur träge. Zähplastische Stoffe benötigen eine Mindestspannung, um zu fließen. Unterhalb dieser Spannung verhalten sie sich weitgehend formstabil oder verformen sich nur sehr langsam. Oberhalb dieser Spannung setzen bleibende Verformungen ein. Nach Entlastung kehrt das Material nicht in seine ursprüngliche Form zurück.

In der Verfahrenstechnik treten zähplastische Konsistenzen häufig bei Pasten, Schlämmen, Teigen, Polymermassen, Suspensionen mit hohem Feststoffgehalt sowie bei bestimmten Chemikalien auf. Auch während einer Vakuum-Mischtrocknung bzw. Kontakttrocknung können zähplastische Konsistenzen entstehen.

Das zähplastische Verhalten stellt besondere Anforderungen an das Mischen, Kneten, Fördern und Dosieren. Erforderlich sind hohe Drehmomente, robuste Mischwerkzeuge und eine geeignete Geometrie, um eine homogene Durchmischung zu erreichen. Gleichzeitig muss der Energieeintrag kontrolliert erfolgen, um die Produktstruktur und -qualität nicht zu beeinträchtigen.

Zähplastische Stoffe lassen sich weder eindeutig den Feststoffen noch den Flüssigkeiten zuordnen. Sie sollten jedoch in den Apparaten verarbeitbar sein, aus denen sie als Endprodukt ausgetragen werden. Dies sind oftmals Vakuum-Kontakttrockner von amixon. Hier werden die Güter als frei fließendes Pulver ausgetragen.