Skip to main navigation Skip to main content Skip to page footer

Ummanteln

 

Beim Ummanteln werden Partikel, Granulate oder Produkte mit einer Mantelschicht versehen. Die Mantelschicht umschließt das Kernmaterial dabei vollständig oder teilweise. Ziel ist es, die Materialeigenschaften gezielt zu verändern. Ummantelungen schützen vor Feuchtigkeit, Sauerstoff, Abrieb oder chemischer Reaktion. Sie können auch die Freisetzung von Wirkstoffen steuern. Ummantelte Partikel finden in der Chemie-, Lebensmittel-, Pharma-, Batterie- und Waschmittelindustrie Anwendung.

Die Mantelschicht kann aus Polymeren, Wachsen, Fetten, Salzen oder anorganischen Materialien bestehen. Das Ummanteln kann durch Sprühbeschichtung, Wirbelschicht-Coating, Schmelzbeschichtung, Koazervation oder mechanische Beschichtungsverfahren erfolgen.

Das Ummanteln verbessert die Fließfähigkeit, Dosierbarkeit, Lagerstabilität und Prozesssicherheit. Es ist ein wichtiger Schritt in der Stoffveredelung und bei der Herstellung von funktionalen Hilfsstoffen. 

Der Anteil der Mantelschicht wird häufig über den Massenanteil beschrieben.​​

 

w(coat) = m(coat) / m(total)

  • wcoat ist der Massenanteil der Beschichtung 
  • mcoat ist die Masse der Hüllschicht
  • mtotal ist die Gesamtmasse des umhüllten Partikels

Die Wirksamkeit der Ummantelung wird mit der Ummantelungseffizienz beschrieben.

 

ηenc = mactive,enc / mactive,total

  • ηenc ist die Ummantelungseffizienz
  • mactive,enc ist die ummantelte aktive Wirkstoffmasse 
  • mactive,total ist die gesamte aktive Wirkstoffmasse