Querverströmung
Bild: Aufgrund der Schräglage der Mischwerkwellen entstehen Querströmungen. Die Gravitation wirkt quer zur Strömungsrichtung. Als Querverströmung wird eine Strömungsform bezeichnet, bei der sich das strömende Medium quer zur Hauptbewegungsrichtung eines Stoffstroms oder quer zur geometrischen Hauptachse eines Apparats bewegt. Sie tritt häufig dort auf, wo Strömungen umgelenkt, überlagert oder durch Einbauten beeinflusst werden.
In der Verfahrenstechnik wird die Querverströmung gezielt eingesetzt, um den Stoffaustausch, die Wärmeübertragung, die Durchmischung oder die Abreinigungseffekte zu verbessern. Durch die quergerichtete Strömung werden Grenzschichten reduziert, Partikelkontakte erhöht und inhomogene Zonen aufgebrochen. Dies ist insbesondere bei Mehrphasen-, Pulver- oder Schüttgutprozessen von Bedeutung.
In Mischern, Reaktoren oder Trocknern kann die Querverströmung die Gleichmäßigkeit des Prozesses deutlich verbessern. Ihre Ausprägung wird unter anderem durch die Apparategeometrie, Einbauten, die Strömungsgeschwindigkeit und die Produkteigenschaften bestimmt. Sie ist ein wichtiger Auslegungsparameter für effiziente und reproduzierbare Prozesse.