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Pastenbunker

 

Pastenbunker sind Behälter für pastöse, zähfließende oder schwer fließfähige Produkte. Sie dienen als Puffer, Vorratsbehälter und Austragseinrichtung zwischen einem Vorprozess und der nachgeschalteten Anlage. Im Gegensatz zu Silos für Schüttgüter können Pasten und hochviskose Massen stabile Brücken bilden und stark an den Wänden haften. Schwerkraft und einfache Trichterformen reichen daher für den Austrag nicht aus.

 

Pastenbunker sind wichtige Bindeglieder in verfahrenstechnischen Prozessketten. Sie gleichen unterschiedliche Betriebsweisen aus und puffern Materialströme. So lassen sich kontinuierlich und chargenweise arbeitende Anlagen entkoppelt betreiben.

Zu den typischen Füllgütern zählen:

  • Filterkuchen
  • Schlämme
  • Teige.
  • hochgefüllte Dispersionen.
  • Rezyklate mit hohem Feinanteil und Feuchtigkeitsgehalt.

 

Solche Stoffe finden in der Chemie-, Umwelttechnik-, Lebensmittel- und Baustoffindustrie Anwendung. Pastenbunker verfügen über Austragshilfen im Inneren, beispielsweise:

  • langsam laufende Räumarme 
  • Schnecken
  • Wendelrührer
  • SinConcave-Mischwerkwendeln
  • Schubböden oder Kratzerböden.

Diese Organe lösen das Produkt von den Wandflächen und fördern es kontrolliert zum Auslauf.

 

Oft ist der Pastenbunker als Flachboden-Silo ausgeführt. Diese Bauform reduziert die Bauhöhe und ermöglicht eine nahezu vollständige Entleerung über der gesamten Grundfläche. Austragshilfen verhindern Totzonen und das Risiko von Verstopfungen. Die mechanische Austragshilfe muss hohe Drehmomente übertragen können. Insbesondere wenn es sich um verdichtet Güter handelt. Andererseits sollen die Scherbelastung und die Temperaturerhöhung für das Produkt möglichst gering bleiben. Dessen Struktur, Viskosität und Temperatur soll sich nicht verändern.

 

Je nach Prozessaufgabe kann ein Pastenbunker zusätzliche Funktionen übernehmen, etwa:

  • Mischen und Homogenisieren
  • Temperieren oder Entgasen.
  • Dosieren und Durchsatzregelung.

Oft ist der Austrag mit einer Durchsatzregelung gekoppelt, um nachgeschaltete Trockner, Filter, Extruder oder Reaktoren kontinuierlich zu beschicken. Für solche Aufgaben (bis 100 m³) ist der Gyraton®-Mischsilo von amixon® besonders geeignet. Für explosionsgefährdete oder sensible Produkte sind gasdichte, inertisierte oder druckstoßfeste Ausführungen möglich. Die Werkstoffe und Oberflächen werden an die Abrasivität, Korrosivität und Reinigungsanforderungen des jeweiligen Produkts angepasst.