Freifallmischung
Bei der Freifallmischung wird das Schüttgut ohne aktive Mischwerkzeuge im Inneren des Behälters durch die Schwerkraft umgelagert. Der Mischbehälter selbst wird dabei bewegt, typischerweise durch Drehen, Taumeln oder Kippen. Dadurch hebt das Produkt im Inneren wiederholt an und fließt im freien Fall zusammen. Die Durchmischung entsteht durch diese periodischen Fall- und Umlagerungsvorgänge und nicht durch Schaufeln, Pflüge oder Schnecken im Produkt.
Freifallmischung wird vor allem bei trockenen, gut rieselfähigen und bruchempfindlichen Schüttgütern eingesetzt, die nur geringen mechanischen Belastungen ausgesetzt werden sollen. Die Drehzahlen sind in der Regel so gewählt, dass die Zentrifugalkräfte gering bleiben und das Produkt tatsächlich fällt, statt an der Wand „angedrückt“ zu werden. Flüssigkeitszugaben oder stark kohäsive, klebrige Produkte sind für Freifallmischer in der Regel ungeeignet, da keine ausreichende Scherwirkung und kein aktives Zerlegen von Agglomeraten gewährleistet ist.
Typische Bauformen der Freifallmischung sind drehbare Container, Doppelkegel-, V- oder Trommelmischer. Oft sind im Inneren einfache Leitbleche oder Prallelemente angeordnet, um den Produktstrom zu lenken und Mischzonen zu vergrößern. Charakteristisch sind vergleichsweise geringe Antriebsleistungen, ein eher passives Mischprinzip und ein begrenzter Einsatzbereich hinsichtlich Produktvielfalt, Feinanteil, Feuchte und Mischungsverhältnis.
amixon® stellt zwar keine Freifallmischer her. Mit den Mischsystemen „Vertikal-Doppelwellenmischer Typ HM” und „KoneSlid Typ KS” lassen sich jedoch ähnlich schonende Mischvorgänge realisieren. Mit diesen Allroundern werden in der Regel höhere Mischgüten erzielt. Außerdem lassen sie sich schneller und restloser entleeren.