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Welche Vorteile bietet eine totraumfreie Konstruktion für hygienisches Mischen in der Pharmazie?

Eine totraumarme Konstruktion reduziert Bereiche, in denen Produktreste, Reinigungsmedien oder Prozessflüssigkeiten stagnieren können. Sie ist ein zentrales Prinzip des hygienischen Anlagendesigns in der pharmazeutischen Produktion und unterstützt Produktsicherheit, Reinigbarkeit und regulatorische Compliance.

Wichtige Vorteile

Weniger Kreuzkontaminationen

Toträume, Spalten und schwer zugängliche Hohlräume können Rückstände festhalten und bei Chargenwechseln zu Verschleppungen führen. Eine totraumarme Geometrie verbessert die vollständige Entleerung und erleichtert den kontrollierten Chargenwechsel.

Bessere CIP- und SIP-Fähigkeit

Für wirksame Cleaning-in-Place- und Sterilize-in-Place-Prozesse müssen alle produktberührten Flächen zuverlässig erreicht werden. Eine totraumarme Ausführung erleichtert Benetzung, Durchströmung und Validierung und kann Reinigungszeiten, Medienverbrauch und Energieaufwand senken.

Höhere mikrobiologische Sicherheit

Stagnationszonen begünstigen Biofilmbildung und mikrobielles Wachstum. Je weniger inaktive Bereiche vorhanden sind, desto geringer ist das Risiko kritischer Kontaminationen, insbesondere bei sterilen und aseptischen Anwendungen.

Stabilere Produktqualität

Eine hygienische, strömungsoptimierte Geometrie unterstützt eine gleichmäßige Produktbehandlung und kann unerwünschte Restzonen oder lokale Entmischungen vermeiden. Das ist besonders wichtig, wenn Content Uniformity und reproduzierbare Prozessführung gefordert sind.

Höhere Ausbeute

Wenn weniger Produkt in Hohlräumen zurückbleibt, sinken Materialverluste. Das ist vor allem bei hochpreisigen oder hochpotenten Wirkstoffen wirtschaftlich relevant.

Leichtere Validierung und Dokumentation

Glatte, gut zugängliche Geometrien erleichtern Riboflavin-Tests, Swab- und Rinse-Sampling sowie die Reinigungsvalidierung insgesamt. Das unterstützt Qualifizierung und GMP-konforme Dokumentation.

Bessere Norm- und GMP-Kompatibilität

Totraumarme Konstruktionen helfen, Anforderungen aus EHEDG, ASME BPE und GMP praxisnah umzusetzen. Die Details werden dabei risikobasiert betrachtet und im jeweiligen Anwendungskontext bewertet.

Kurz gesagt

Eine totraumarme Konstruktion verbessert Hygiene, Reinigbarkeit, Produktsicherheit und Prozessstabilität und reduziert gleichzeitig Kontaminationsrisiken und Produktverluste. Sie ist damit ein zentrales Qualitätsmerkmal hygienischer Mischtechnik in der Pharmazie.

So setzt amixon® totraumfreie Konstruktion und Hygienic Design um

Totraumfreiheit als Konstruktionsprinzip

Bei amixon® Präzisionsmischern wie VM, HM, AM, KoneSlid® und Gyraton® sind Mischraum und Mischwerk fugenfrei verschweißt und verschliffen. Im produktberührten Bereich gibt es keine Spalten, Schraubverbindungen oder Kapillarfugen. Das Mischwerk ist ausschließlich oben gelagert und angetrieben, sodass die klassisch kontaminationskritische untere Wellendurchführung vollständig entfällt.

Der Normstutzen mit Auslaufklappe schließt bündig und totraumfrei mit der Mischrauminnenwand ab; alternativ stehen totraumfreie Kugelsegmentarmaturen zur Verfügung. Die großen Inspektionstüren sind nach dem Clever-Cut®-Verfahren gefertigt und dichten mit der OmgaSeal®-Türdichtung dauerhaft totraumfrei – auf Wunsch vakuumdicht oder gegen Überdruck.

Reinigung und Zugänglichkeit

Integrierte Waschlanzen ermöglichen die Nassreinigung des Mischraums; auf Wunsch liefert amixon® auch vollautomatische Nassreinigungssysteme. Das SinConvex®-Mischwerk unterstützt die vollständige Ablauffähigkeit von Produkt und Reinigungsmedium. Die Konstruktion ist sowohl für trockene als auch für nasse Reinigungsregime ausgelegt.

Die Clever-Cut®-Türen gewähren vollständigen, ergonomischen Zugang zu allen produktberührten Flächen und schaffen damit die Grundlage für visuelle Reinigungskontrolle sowie Probenahme per Swab oder Rinse.

Zertifizierbarkeit und Nachweisführung

amixon® Mischer erfüllen auf Wunsch die EHEDG-Richtlinien, die FDA-Hygienerichtlinien, die Designvorschriften der 3-A Sanitary Standards sowie GMP-Anforderungen. VM, HM und weitere geeignete Bauarten sind FDA-konform als Sterilmischer und Reaktoren verwendbar. Die ComDisc®-Restentleerung kann bei rieselfähigen Gütern Rückstände und Cross-Contamination-Risiken beim Rezepturwechsel deutlich reduzieren.

Für Pharma-Anwendungen liefert amixon® die Apparate GMP-gerecht und wirkt auf Wunsch bei DQ, IQ und OQ mit und bereitet die Dokumentation gemäß EU-GMP und FDA 21 CFR Part 11 auf. Jeder Apparat wird als Unikat nach URS des Betreibers ausgelegt.

Fertigung in Paderborn als Qualitätsfundament

amixon® entwickelt und fertigt ausschließlich im Werk Paderborn mit hoher Fertigungstiefe und allen Komponenten aus Deutschland. Als zertifizierter Schweißfachbetrieb mit europäischen, japanischen und amerikanischen Qualifikationen konstruiert amixon® jeden Apparat als Unikat auf Basis der URS des Betreibers; die Qualitätskontrolle bleibt lückenlos im eigenen Haus, und jede Spezifikation ist bis auf Bauteilebene belegbar. Diese Fertigungshoheit sichert zugleich die langfristige Versorgung, da jedes Bauteil auch Jahrzehnte später reproduzierbar nachfertigbar ist.

Produktschonung als Systemeigenschaft

amixon® Mischer arbeiten niedertourig. Die Umfangsgeschwindigkeit der Werkzeuge ist zwischen etwa 0,8 und 3,5 m/s einstellbar, gemischt wird über die SinConvex®-Zwangsumschichtung – peripher aufwärts, zentral schwerkraftfolgend abwärts – ohne Wurf-, Prall- oder Quetschzonen und ohne nennenswerten Wärmeeintrag. Empfindliche Strukturen, Coatings und Agglomerate bleiben erhalten; wo gezielt desagglomeriert werden soll, wirken zuschaltbare Schneidrotoren lokal begrenzt, ohne die Gesamtcharge zu beanspruchen.

Absicherung im amixon® Technikum

Ob die konkrete Rezeptur die erwarteten Ergebnisse liefert, prüft amixon® vorab im Technikum mit 35 Testanlagen unter realen Bedingungen. Die Versuche erfolgen mit Originalprodukt, werden gemeinsam durchgeführt, ausgewertet und dokumentiert und bilden eine belastbare Entscheidungsgrundlage vor der Investition.