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Wärmeübertragungsfläche

 

Die Wärmeübertragungsfläche bezeichnet die Fläche, über die Wärmeenergie von einem Medium auf ein anderes übertragen wird. Sie liegt zwischen einem Heiz- oder Kühlmedium und dem zu temperierenden Produkt. Je größer diese Fläche ist, desto höher kann bei gleicher Temperaturdifferenz die übertragene Wärmeleistung sein.

In der Verfahrenstechnik entsteht die Wärmeübertragungsfläche beispielsweise durch beheizte oder gekühlte Behälterwände, Doppelmäntel, Rohrschlangen, Heizplatten oder interne Einbauten. Entscheidend ist dabei nicht nur die geometrische Größe, sondern auch die tatsächlich benetzte und wirksam angeströmte Fläche.

Bei Schüttgütern und pastösen Produkten spielt der Produktkontakt eine besondere Rolle. Durch Bewegung, Durchmischung und Verströmung kommen Produktanteile wiederholt mit der Wärmeübertragungsfläche in Kontakt. Toträume oder stehende Zonen verringern die effektive Wärmeübertragungsfläche hingegen deutlich.

Die Wärmeübertragungsfläche fließt direkt in die Auslegung der Wärmeübertragung ein. Der Wärmestrom kann vereinfacht durch folgende Gleichung beschrieben werden:

 

Qdot = U * A * ΔT

  • Qdot ist die Wärmeübertragungsrate (W)
  • U ist der Wärmedurchgangskoeffizient (W/(m²·K))
  • A ist die Wärmeübertragungsfläche (m²)
  • ΔT = treibende Temperaturdifferenz (K)

Eine ausreichend große und gut genutzte Wärmeübertragungsfläche ist Voraussetzung für kurze Prozesszeiten, eine gleichmäßige Temperaturführung und energieeffiziente Anlagen.