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Sphärisierung

 

Die Sphärisierung ist ein verfahrenstechnisches Verfahren zur Formgebung von Schüttgutpartikeln. Dabei werden unregelmäßig geformte Partikel gezielt in eine annähernd kugelförmige Gestalt überführt. Das Ziel besteht darin, eine homogene Partikelgeometrie zu erreichen. Dadurch verbessern sich die Fließ-, Dosier- und Verarbeitungseigenschaften des Schüttguts.

In der Praxis erfolgt die Sphärisierung durch mechanische, thermische oder agglomerative Prozesse. Beispiele hierfür sind das Rotationsverfahren, Wirbelschichtprozesse, die Sprühgranulation sowie Schmelz- und Sinterschritte. Dabei werden Partikel durch Abrieb und plastische Verformung gerundet. Alternativ können Materialschichten auch schrittweise aufgebaut werden.

Prillen ist ein thermisches Tropfenbildungs- und Erstarrungsverfahren. Dabei entstehen nahezu kugelförmige Partikel aus einer Schmelze. Beim Extrudieren entstehen zunächst zylindrische Stränge oder Pellets. Diese können anschließend sphärisiert werden.

Sphärisierte Partikel weisen eine geringere Reibung und eine bessere Rieselfähigkeit auf. Zudem ist die Schüttdichte gleichmäßiger. Dies ist für Anwendungen in der Chemie-, Lebensmittel-, Pharma-, Batterie- und Kunststoffindustrie relevant.