Sinkverhalten
Das Sinkverhalten beschreibt, wie Partikel, Tropfen oder Agglomerate in einem Fluid (Gas oder Flüssigkeit) unter dem Einfluss der Schwerkraft absinken. Es wird durch Dichteunterschiede zwischen Partikeln und Fluid, Partikelgröße und -form, Viskosität des Fluids sowie Strömungsbedingungen bestimmt.
In der Verfahrenstechnik ist das Sinkverhalten ein wichtiger Parameter für Trennprozesse, Suspensionen, Sedimentation, Fluidisierung und die pneumatische Förderung. Bei Pulvern beeinflusst es beispielsweise das Verhalten in Wirbelschichten, Mischern, Reaktoren und Abscheidern. Unterschiede im Sinkverhalten können zur Entmischung, Klassierung oder Sedimentation führen.
Häufig wird das Sinkverhalten mit der Sinkgeschwindigkeit beschrieben, die in laminarer Strömung näherungsweise durch das Stokes-Gesetz bestimmt werden kann. In technischen Anwendungen ist es eine zentrale Kenngröße für die Auslegung von Trenn- und Mischprozessen.