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Innovationstempo

 

Das Innovationstempo beschreibt die Geschwindigkeit, mit der neue Produkte, Prozesse oder Geschäftsmodelle entstehen, sich verbreiten und bestehende Lösungen verdrängen. Es bestimmt die Dynamik von Produktivität und wirtschaftlichem Wachstum, da häufigere Innovationssprünge Wertschöpfungsketten in kürzeren Zyklen verändern.

In der Ökonomie lässt sich das Innovationstempo näherungsweise als Innovationsrate definieren, zum Beispiel als Anzahl signifikanter Innovationen pro Zeiteinheit: 

v_inn  =  ΔN / Δt

  • v_inn ist das das Innovationstempo (Innovationsrate)
  • N ist die Anzahl relevanter Innovationen
  • t ist die Zeitdauer des betrachteten Intervalls

Ein starker Anstieg des Innovationstempos erhöht die Komplexität vernetzter sozio-technischer Systeme und kann – ähnlich einem „Tempolimit“ – das Risiko von Instabilitäten und Fehlanpassungen erhöhen. Ein nachhaltiges Innovationstempo setzt daher ein Gleichgewicht zwischen der Einführung neuer Technologien (Innovation) und dem geordneten Rückzug veralteter Technologien (Exnovation) voraus. 

In der industriellen Praxis wird das Innovationstempo vor allem durch F&E-Investitionen, organisationale Lernfähigkeit und die Qualität externer Wissensnetzwerke beeinflusst. Eine übermäßige Beschleunigung kann zu Reibungsverlusten, Nacharbeiten und einer sinkenden Effizienz führen.