Chemische Verbindungen
Als chemische Verbindung bezeichnet man einen homogenen Reinstoff, dessen kleinste Einheiten – etwa Moleküle, Ionenverbände oder Kristallbausteine – aus mindestens zwei verschiedenen chemischen Elementen bestehen, die in einem festen stöchiometrischen Verhältnis vorliegen. Dieses Verhältnis wird durch chemische Bindungen (kovalent, ionisch, metallisch oder koordinativ) festgelegt und lässt sich in einer chemischen Formel ausdrücken.
Chemische Verbindungen besitzen charakteristische physikalische und chemische Eigenschaften, die sich deutlich von denen der beteiligten Elemente unterscheiden, etwa Schmelzpunkt, Löslichkeit oder Reaktivität. In verfahrenstechnischen Mischgütern liegen chemische Verbindungen meist als kristalline Feststoffe, Flüssigkeiten oder gelöste Spezies vor. Diese können – abhängig von ihrer Reaktivität – das Anlagenequipment chemisch neutral, korrosiv oder anderweitig „chemisch aggressiv“ beanspruchen.