Abwärtsströmung
Als Abwärtsströmung wird die gerichtete Bewegung von Produktpartikeln oder Fluidanteilen von oben nach unten innerhalb eines Prozessraums bezeichnet. In vertikal aufgestellten Mischsystemen ist sie ein zentraler Bestandteil der Strömungsführung.
In der Mischtechnik entsteht die Abwärtsströmung häufig im Bereich der zentralen Mischwelle oder entlang spezieller Werkzeuggeometrien. Das Produkt wird zunächst nach oben gefördert und anschließend schwerkraftbedingt oder geführt wieder nach unten bewegt. Dadurch entsteht eine geschlossene Strömungsschleife. Die Abwärtsströmung sorgt dafür, dass die Produktpartikel wiederholt unterschiedliche Zonen des Mischraums durchfließen. Dies trägt wesentlich zur dreidimensionalen Umschichtung und zur Homogenisierung des gesamten Mischgutes bei. Toträume und stehende Zonen werden reduziert.
In Kombination mit einer wendelartigen Aufwärtsströmung in der Behälterperipherie entsteht eine raumumfassende Verströmung. Dies ist typisch für leistungsfähige vertikale Mischsysteme. Sie verbessert die Mischgüte, den Stofftransport und die Wärmeübertragung.