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Zentrifugalbeschleunigung

 

Zentrifugalbeschleunigung bezeichnet die scheinbare, nach außen gerichtete Beschleunigung, die in einem rotierenden Bezugssystem auf eine Masse wirkt. Sie tritt auf, wenn sich ein Körper auf einer Kreisbahn bewegt. Ursache ist die Trägheit der Masse, die einer ständigen Richtungsänderung ihrer Bewegung entgegenwirkt.

In der Verfahrenstechnik ist die Zentrifugalbeschleunigung von großer Bedeutung. Sie beeinflusst das Verhalten von Partikeln, Flüssigkeiten und Gasen in rotierenden Apparaten. Typische Anwendungen sind Mischer, Zentrifugen, Zyklone, Rotoren und Rührwerke. Mit steigender Drehzahl und wachsendem Abstand zur Rotationsachse nimmt die Zentrifugalbeschleunigung zu, sodass Partikel oder Flüssigkeitsteilchen nach außen gedrängt werden. Dieser Effekt kann zur Trennung, Verdichtung, Verlagerung oder gezielten Beeinflussung von Strömungen genutzt werden.

In Mischern und Reaktoren wirkt die Zentrifugalbeschleunigung auf die Partikelbewegung und auf die mechanische Belastung der Apparate. Sie beeinflusst Wanddruck, Verschleiß, Scherkräfte und den Energieeintrag. Eine kontrollierte Auslegung ist notwendig, um Produktqualität, Betriebssicherheit und die Lebensdauer der Anlage sicherzustellen.

Die Zentrifugalbeschleunigung lässt sich berechnen mit

 

ac = ω2⋅ r

  • ac ist die Zentrifugalbeschleunigung in m/s²
  • ω ist die Winkelgeschwindigkeit in rad/s
  • r ist der Abstand von der Rotationsachse in m

Alternativ kann sie über die Umfangsgeschwindigkeit beschrieben werden:

 

Ac = v2⋅ r

  • V ist die Umfangsgeschwindigkeit in m/s
  • r ist der Abstand von der Rotationsachse in m