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Wärmeübertragung

 

Bei der Wärmeübertragung wird Wärmeenergie infolge eines Temperaturunterschieds von einem wärmeren auf ein kälteres System übertragen. Da Wärme eine Energieform ist, kann sie nicht gespeichert oder ausgetauscht, sondern nur übertragen werden. Der häufig verwendete Begriff „Wärmeaustausch” ist daher umgangssprachlich, physikalisch jedoch nicht korrekt.

In der Verfahrenstechnik ist die Wärmeübertragung eine Grundoperation. Sie bestimmt Aufheiz-, Abkühl-, Trocknungs-, Reaktions- und Temperierprozesse. Eine gezielte Wärmeübertragung ist Voraussetzung für stabile Prozesse und reproduzierbare Produkteigenschaften.

Die Wärmeübertragung erfolgt über drei grundlegende Mechanismen: Wärmeleitung, Konvektion und Wärmestrahlung. In technischen Apparaten wirken diese Mechanismen häufig gleichzeitig. Die resultierende Wärmeübertragungsrate hängt von den Materialeigenschaften, den Strömungsverhältnissen, den Oberflächen und den Temperaturdifferenzen ab.

In Mischern, Reaktoren und Trocknern wird die Wärmeübertragung durch die Bewegung des Produkts gezielt verbessert. Eine gute Durchströmung sowie intensiver Kontakt mit beheizten oder gekühlten Flächen erhöhen den Wärmetransport. Toträume und stehende Zonen verschlechtern die Wärmeübertragung hingegen deutlich.

Die übertragene Wärmeleistung kann vereinfacht durch folgende Gleichung beschrieben werden:

 

Q_(dot) = U * A * ΔT

  • Qdot ist dieWärmeübertragungsrate (W)
  • U ist der Wärmedurchgangskoeffizient (W/(m²·K))
  • A ist die Wärmeübertragungsfläche (m²)
  • ΔT ist die treibende Temperaturdifferenz (K)

Die Wärmeübertragung ist ein zentrales Auslegungskriterium für Apparate und Anlagen in der Chemie-, Lebensmittel-, Pharma- und Kunststoffindustrie.