Stoffveredlung
Bei der Stoffveredelung werden Materialien durch physikalische, chemische oder mechanische Prozesse gezielt verändert. Das Ziel besteht darin, die Produkteigenschaften an spezifische Anwendungen anzupassen. Dabei können die Oberfläche, Struktur oder Zusammensetzung eines Stoffes verändert werden.
In der Schüttgut- und Verfahrenstechnik umfasst die Stoffveredelung Prozesse wie Mischen, Beschichten, Agglomerieren, Granulieren, Trocknen, Sterilisieren oder Funktionalisieren. Dabei werden Eigenschaften wie Fließfähigkeit, Reaktivität, Löslichkeit, Stabilität oder Dosierbarkeit verbessert. Die Stoffveredelung findet überall dort statt, wo hochwertige Pulver produziert oder weiterverarbeitet werden. Qualitätsverbesserungsindizes können beispielsweise wie folgt definiert sein:
Fließindex: I_flow = CI_vor / CI_nach
- CI = geeignete Kohäsivitäts‑ oder Fließkennzahl;
- je nach Methode gilt „kleiner ist besser“ oder „größer ist besser“ – dann würde man den Quotienten entsprechend invertieren
Verdichtungs index: I_ρ = ρ_bulk, nach / ρ_bulk, vor
Der „Veredelungsgrad“ eines Pulvers wird über geeignete Kennzahlen (z. B. Homogenität, Fließfähigkeit, Schüttdichte oder Granulatstruktur) vor und nach der verfahrenstechnischen Behandlung quantifiziert.
Mehrdimensionale Qualitätsindizes: I_Q = f( I_mix, I_flow, I_ρ, … )
Daraus lassen sich dimensionslose Verbesserungsfaktoren wie I_(mix), I_(flow) oder I_(ρ )bilden, die die Aufwertung durch den Misch- oder Granulierprozess beschreiben.