Stickstoffüberdruck
Beim Stickstoffüberdruck wird ein Prozessraum mit Stickstoff beaufschlagt. Der Druck liegt dabei oberhalb des Umgebungsdrucks. Das Ziel besteht darin, eine sauerstoffarme oder sauerstofffreie Atmosphäre zu erreichen.
Sauerstoffmolenbruch in der Gasphase: x_O2 = n_O2 / n_total
- x_O2 = Molenbruch (oder Konzentration im Sinne des Anteils) von Sauerstoff in der Gasphase (dimensionslos)
- n_O2 = Stoffmenge Sauerstoff in der Gasphase (mol)
- n_total = gesamte Stoffmenge aller Gaskomponenten zusammen (mol)
Überdruckanteil des Stickstoffs: p_N2,over = p_system − p_ambient
- p_N2,over = „overpressure“/Überdruck-Beitrag, der hier dem Stickstoff zugeschrieben wird (z. B. bar oder Pa)
- p_system = Druck im System (z. B. im Behälter)
- p_ambient = Umgebungsdruck (z. B. Atmosphärendruck)
Stickstoffüberdruck wird eingesetzt, um Oxidation, Feuchteaufnahme und mikrobielles Wachstum zu verhindern. Er wird auch zur Inertisierung bei staubexplosiven oder brennbaren Stoffen genutzt. Typische Anwendungsbereiche sind Mischer, Silos, Reaktoren, Filter und Förderleitungen.