Inertgas
Ein Inertgas ist ein Gas, das unter den gegebenen Prozessbedingungen kaum oder gar nicht mit anderen Stoffen reagiert. Typische Inertgase sind Stickstoff, Kohlendioxid und Edelgase wie Argon, Helium oder Neon.
Inertgase dienen in erster Linie dazu, Sauerstoff oder andere reaktive Gase in einem System zu verdünnen. So werden Oxidation, Zersetzung oder unerwünschte Nebenreaktionen verhindert und Explosionsrisiken reduziert. In der Verfahrenstechnik bezeichnet man diesen Prozess als Inertisierung: Reaktoren, Mischer oder Lagertanks werden mit einem Inertgas gespült oder beaufschlagt, um eine Schutzatmosphäre zu erzeugen.
p = (n * R * T) / V
- p – Druck
- V – Volumen
- n – Stoffmenge des Gases
- R – universelle Gaskonstante
- T – absolute Temperatur
In amixon® Industriemischern kommen Inertgase zum Einsatz, wenn das Mischgut brennbar, oxidationssensibel oder explosionsfähig ist. Durch das Vakuumieren und anschließende „Aufspannen“ mit Inertgas oder das wiederholte Spülen kann der Sauerstoffgehalt im Mischraum gezielt gesenkt werden. Dies erhöht die Produkthaltbarkeit, schützt vor Qualitätsverlusten und trägt zur Prozess- und Anlagensicherheit bei.
Einen vollständigen Druckwechsel (Evakuieren von p_hoch auf p_tief und Wiederbefüllen mit Inertgas) beschreibt diese Gleichung:
c_(O2,1) = c_(O2,0) * (p_(tief) / p_(hoch))
- c_(O2,1) – Sauerstoffanteil nach einem vollständigen Gaswechsel
- c_(O2,0) – anfänglicher Sauerstoffanteil
- p – Druck
- p_(hoch) – Druck vor dem Evakuieren (z. B. 1 bar abs)
- p_(tief) – Druck nach dem Evakuieren (z. B. 0,1 bar abs)