Aggresiv desagglomerierend
Aggressiv desagglomerierend nennt man Misch‑ oder Zerkleinerungswerkzeuge, die starke Scher‑, Prall‑ und Reibkräfte erzeugen und dadurch harte oder stark kohäsive Agglomerate zuverlässig aufbrechen. Ziel ist es, die Partikelverbände weitgehend in ihre Primärpartikel zu zerlegen – oft auch auf Kosten eines höheren Energieeintrags, stärkerer Beanspruchung und ggf. etwas Abrieb.
Typische Verfahrensweisen für eine deutliche Reduktion der Agglomeratgröße sind:
- hohe Umfangsgeschwindigkeiten (z. B. Schneidrotoren, High‑Shear‑Blades, Rotor‑Stator‑Systeme)
- lokale Energiedichten, die deutlich über denen eines „sanft mischenden“ Systems liegen
Eine einfache Kennzahl für den Desagglomerationsgrad lässt sich wie folgt formulieren:
D= 1 − m_(Restagglomerate) / m_(Gesamtagglomerate)
Je näher D an 1 liegt, desto „aggressiver” bzw. wirkungsvoller ist der Desagglomerationsprozess.