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Saugpneumatik

 

Auf der linken Seite ist ein AZO-Receiver für Schüttgut dargestellt. Er ist oberhalb des Loss-in-weight-Dosierer installiert. Als Saugpneumatik wird die Verwendung von Unterdruck (Vakuum) zur Förderung von Produkten und Bauteilen bezeichnet. Der Unterdruck wird in der Regel durch Venturi-Düsen, Flüssigkeitsring-Vakuumpumpen, Drehschieber-Vakuumpumpen, Schrauben-Vakuumpumpen oder zentrale Dampfstrahlpumpen erzeugt.

In der Verfahrenstechnik kommt die Saugpneumatik unter anderem bei der pneumatischen Förderung von Pulvern und Granulaten, bei der Entstaubung und bei der Materialveredelung zum Einsatz. Sie ermöglicht einen kontaktarmen, geschlossenen und staubfreien Transport von Schüttgütern. Dies kann die Prozesssicherheit und Arbeitshygiene begünstigen. 

Die Förderrichtung wird ausschließlich durch den Differenzdruck bestimmt. Neben der Saugpneumatik gibt es auch pneumatische Fördersysteme mit Überdruck. Überdrucksysteme können Material von einer Aufgabestation zu mehreren Verbrauchsstellen fördern, an denen jeweils ein Receiver installiert ist. Bei der Saugpneumatik ist die Struktur dagegen häufig umgekehrt: Es gibt einen zentralen Empfangspunkt und mehrere Aufgabestellen.

Pulvermischer können als Receiver dienen, sofern sie vakuum- oder druckfest bzw. -dicht gestaltet sind. Auch amixon®-Mischer können als Vakuum-Receiver für die Beschickung mit Schüttgütern genutzt werden. Bei größeren Chargenmischern ist eine Zertifizierung für eine ausreichende Vakuumfestigkeit erforderlich.