Hosenrohrfreifallmischer
Ein Hosenrohrfreifallmischer ist eine spezielle Bauform des Freifallmischers, dessen Mischbehälter wie ein „Hosenrohr“ bzw. ein V-Mischer aussieht. In der Regel besteht er aus zwei rohrförmigen Mischschenkeln, die V-förmig angeordnet und unten miteinander verbunden sind. Der vollständig geschlossene Behälter wird als Ganzes um eine Achse gedreht, die etwa durch den Zusammenlauf der beiden „Hosenbeine“ verläuft.
Durch die Schwerkraft rutscht das Schüttgut abwechselnd in die beiden Schenkel hinein und fließt wieder in den Verbindungsbereich zurück. So entstehen wiederholte Teilung und Vereinigung der Produktströme. Es sind keine innenliegenden Rührorgane vorhanden, die Bewegung des Gutes beruht ausschließlich auf Gravitation und der Rotation des Behälters. Dadurch arbeitet der Hosenrohrfreifallmischer sehr produktschonend, ist mechanisch einfach aufgebaut und nahezu verschleißfrei.
Typische Einsatzgebiete sind trockene, frei fließende Pulver und Granulate, beispielsweise in der Chemie-, Pharma- oder Lebensmittelindustrie. Diese Bauart ist besonders für bruchempfindliche Produkte und Rezepturen mit geringen Minderkomponentenanteilen geeignet, sofern längere Mischzeiten akzeptabel sind. Für sehr hohe Homogenitätsanforderungen oder schlecht fließende Produkte werden dagegen häufig Zwangsmischer mit aktiv angetriebenen Mischwerkzeugen bevorzugt. Generell fertigt amixon® keine Freifallmischer, da diese nicht zur Klasse der Präzisionsmischer zählen.