Aufbaugranulation
Aufbaugranulation bezeichnet Verfahren, bei denen sich feine Partikel schrittweise zu größeren Granulaten oder Pellets aufbauen. Die Partikel bewegen sich in Trommeln, Tellern, Wirbelschichten oder Ringschicht‑Mischgranulatoren und stoßen wiederholt zusammen. Bleiben sie bei einem Stoß haften, wächst das Korn. Bindemittelflüssigkeiten oder Schmelzphasen erzeugen dabei Flüssigkeits‑ oder Feststoffbrücken zwischen den Partikeln. Aufbaugranulation gehört zur Aufbauagglomeration und wird genutzt, um staubige Pulver in gut dosierbare, fließfähige und lagerstabile Granulate zu überführen. Typische Ziele sind eine definierte Korngrößenverteilung, verbesserte Rieselfähigkeit und optimierte Löslichkeit bzw. Benetzbarkeit.
Ein wichtiger Anwendungsfall der Aufbauagglomeration ist die Pelletierung. Hier werden Granulate aus einem Mischprozess, aus einem schräg gestellten Drehteller oder aus einem Drehrohr heraus erzeugt.